Stefanie Neukirchner zu den mangelnden Sanierungsarbeiten an den Krefelder Schulen

Die CDU-Ratsfraktion verlangt Aufklärung über die Sanierungsarbeiten an den Krefelder Schulen. „Uns sind Fotos zugeschickt worden, auf denen begonnene Sanierungsmaßnahmen zu sehen sind und bisher nicht abgeschlossen wurden. So wurden Brandschutztüren eingebaut und die Räumlichkeiten im Rohbauzustand hinterlassen. Mit Blick auf die Informationen aus der Verwaltung, ist damit zu rechnen, dass diese Situation bis 2021 so bleibt. Das kann kein Zustand sein“, mahnt die schulpolitische Sprecherin der CDU, Stefanie Neukirchner.

Nach Hinweisen aus der Elternschaft des Ricarda-Huch-Gymnasiums, hat die CDU-Fraktion die letzte Vorlage der Verwaltung zum Sachstand der Schul-Sanierungen überprüft. Anlass war ein Schreiben der Elternschaft am Ricarda-Huch-Gymnasium an den Oberbürgermeister mit der Frage, ob und wie lang der Rohbauzustand an vielen Stellen in der Schule jetzt so bleiben soll. „Wenn man sich die Fotos anschaut, fragt man sich schon, ob und wie die Schülerinnen und Schüler so lernen sollen? Teilweise sind Wände noch im verspachtelten Zustand oder voller Flecken, weil dort eine Tür eingebaut wurde. Wir reden immer vom angenehmen Lernklima, aber hier kann man eher vom Lernen mit Baustellen-Charme reden“, ärgert sich Neukirchner.

Die CDU-Fraktion vermutet, dass der Verwaltung hier das Geld fehlt. Gleichzeitig kritisiert die Fraktion das Baustellenmanagement an den Schulen. „Schon 2018 haben wir nachgefragt, ob das Geld für alle 1000 Maßnahmen sowie die geplanten weiteren Neubauten reicht. Und mittlerweile sind auch schon Maßnahmen dazu gekommen, wo fraglich ist, ob es eine Gegenfinanzierung dafür gibt. Während am Ricarda-Huch-Gymnasium immerhin nur eine Verschiebung auf 2021 geplant ist, gibt es teilweise Maßnahmen, die bis 2023 oder 2025 verschoben werden. Auch von weiteren Schulen ist der CDU berichtet worden, dass nach den ersten Sanierungsmaßnahmen nicht weitergearbeitet wurde. Die Schulen bekommen oft keine Informationen über die Baumaßnahmen. Wände werden offengelassen und es wird einfach nicht weitergearbeitet. Es kann nicht sein, dass den Schulen etwas vollmundig versprochen wird, Baumaßnahmen halbfertig liegen bleiben oder bis zur Fertigstellung mehrere Jahre vergehen. Hier muss definitiv die Kommunikation verbessert werden“, erklärt Neukirchner.

23.09.2020