Sachstand OGS und Grundschulen auch ohne Kitas planen

Die CDU-Ratsfraktion hat zwei Anträge für den kommenden Schulausschuss gestellt. „Wir wollen mehr über den Sachstand und die Perspektive des Ausbaus des offenen Ganztags wissen. Zuletzt konnte die Verwaltung ihren eigenen Ausbauplan nicht ganz einhalten. Auch wollen wir, dass die Verwaltung künftig keine Flächen für Grundschulen ausschließt, nur weil dort keine Kita gebaut werden kann“, erklärt die schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Stefanie Neukirchner.

Die Krefelder Stadtverwaltung hatte im letzten Schulausschuss über den Ausbau des offenen Ganztags berichtet. Trotz entsprechender Planung konnten nur 14 von 15 OGS-Klassen eingerichtet werden. Dabei sieht die städtische Planung jedes Jahr 15 Klassen vor, um bis 2025 das Ziel einer 60 Prozent-Abdeckung des offenen Ganztags zu erreichen. „Wir wollen von der Verwaltung nun wissen, wie die fehlende Klasse eingerichtet wird, und ob zudem genügend Finanzmittel für den weiteren Ausbau eingeplant sind“, erklärt Neukirchner.

Der zweite Antrag betrifft die Planung von Grundschulen. Hier überraschte im Rahmen des sogenannten Kita-Gipfels, der auf Antrag der CDU-Fraktion getagt hatte, die Verwaltung mit der Aussage, dass man potentielle Grundstücke für neue Grundschulen grundsätzlich nur daran bemisst, ob diese in Verbindung mit dem Neubau einer Kita an diesem Standort geeignet sind. „Das ist für uns nicht akzeptabel. Wir müssen auch bei der Planung von Grundschulen flexibel bleiben. Vor allem, wenn perspektivisch Grundschul-Plätze fehlen. Wir sehen doch an der Planung zum Haus der Bildung an der Hofstraße, wie schwierig die Verbindung zwischen Schule und Kita ist, wenn man nicht viel Platz hat“, mahnt Neukirchner.

Die CDU-Fraktion hatte das Projekt der „Haus der Bildung“ abgelehnt, da die Planung auf dem Gelände nicht stimmig ist. Grundschule und Kita sind so eng beieinander, so dass mögliche Synergieeffekte der Realität des Alltags nicht standhalten.

07.04.2021