Peter Vermeulen zur Bezirkssportanlage Schroersdyk / SC Viktoria 09

„Die Umwandlung der heutigen Bezirkssportanlage Schroersdyk zu einer sogenannten Bewegungsfläche ist ein Angriff auf den Sport im Krefelder Norden. Außerdem fehlt weiterhin die Information und die enge Abstimmung mit den Vereinsverantwortlichen und den Akteuren im Bezirk", erklärt Peter Vermeulen, CDU-Ratsherr für den Krefelder Norden. 

  

„Bisher ist unklar, was die Stadtverwaltung unter der Umwandlung des Sportplatzes zu einer Bewegungsfläche versteht. Außerdem kostet jede Entwicklungsmaßnahme Geld. Dieses ist besser investiert wenn die Stadt dem Sportverein Viktoria ein entsprechendes Budget zur Verfügung stellt, da der Verein selbst am besten entscheiden kann, wie die Anlage für seine Zwecke ertüchtigt werden kann", meint Vermeulen. 

Das Schreiben des Stadtdirektors Schön an den Verein ist aus Sicht der CDU im Nordbezirk  eine Unverschämtheit. "Den SC Viktoria zu fragen, welche Bedarfe der Verein als künftiger Hauptnutzer der Hubert-Houben-Sportbahn anmelden möchte, wo noch nichts entschieden ist, sei in der Form und in der Art nicht zu akzeptieren. Unzweifelhaft ist und bleibt doch Preußen Krefeld dort Hauptnutzer“, erklärt Wolfgang Hildach, aktuell noch Sprecher der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Nord. Vermeulen und Hildach teilen die Bedenken, die vor ihnen schon der Vereinsvorsitzende Markus Eitner und der Vorsitzende des Bürgervereins Rolf Hirschegger geäußert haben. Der an- und abfahrende und der ruhende Verkehr, den Viktoria-Mitglieder neben dem SVK und Preußen erzeugen wird, ist sich Vermeulen sicher, überfordert die Nachbarschaft am Apellweg. Kinder können vom Inrath nicht verkehrssicher dorthin radeln. "Außerdem müssten dann nicht nur zwei Fußballvereine auf der Hubert-Houben-Anlage kooperieren, sondern man muss sich auch mit den Leichtathleten abstimmen. Der Hauptplatz auf Hubert-Houben muss allein wegen dem Speer- und Diskuswurf ein Rasenplatz bleiben. Und, wenn zwei Kunstrasenplätze für Hubert-Houben versprochen wurden, warum mache man dann nicht am Schroersdyk und auf Hubert-Houben je einen?“, fragt Vermeulen. 

"Wirklich skandalös sei das Vorgehen. Herr Schön glaubt wohl, die Politik sei gerade neu gewählt, müsste sich noch sortieren und würde daher weniger aufpassen, was die Verwaltung macht. Verabredet worden sei, dass im Frühjahr 2021 ein Workshop für alle Beteiligten stattfindet, um die Zukunftsbedarfe festzustellen. Auch für Hubert-Houben an sich muss die Sanierung der Gebäude endlich erfolgen unabhängig der Pläne mit oder ohne Viktoria", erklärt Hildach.

12.10.2020