Peter Vermeulen zur Bebauung Willy-Brandt-Platz

Die CDU-Fraktion begrüßt die Ankündigung, dass am Willy-Brandt-Platz zwei neue Gewerbeimmobilien entstehen sollen. „Es ist gut, wenn Investoren bereit sind, in Krefeld zu investieren. Netto gewinnt die Stadt jedoch kaum neue Arbeitsplätze, sondern es findet eine Verlagerung statt. Von der Stadt erwarten wir daher erste Überlegungen, wie die dann freien Immobilien genutzt werden können“, erklärt der planungspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Peter Vermeulen.

Aus Sicht der Christdemokraten ist die Entwicklung am Willy-Brandt-Platz erst einmal ein Schritt in die richtige Richtung, um das Areal zu entwickeln. „Das Bekenntnis der neuen Autobahn GmbH zu Krefeld ist nur zu begrüßen. Auch, dass Jobcenter und Arbeitsagentur an einem Standort zusammenkommen, hilft den Menschen, die dort Unterstützung suchen. Wir hoffen, dass die Stadt hier den Investoren nicht nur bei der Präsentation ihrer Pläne hilft, sondern eben auch bei der weiteren Entwicklung gut unterstützt. Von vielen Investoren ist aktuell zu hören, dass die Stadt hier nicht immer vorbildlich agiert“, mahnt Vermeulen.

Weitere Fragen bestehen aus Sicht der CDU auch in Hinsicht der Umweltbelange. Eine nachhaltige Planung, die insbesondere die Diskussion seit Dezember 2019 berücksichtigt, ist nicht erkennbar. Alle Gutachten, auf die sich bezogen wird, sind uralt. Weitere Aspekte, die aus unserer Sicht fehlen, sind eine Mikroklimaanalyse, Wandbegrünung oder eine wirklich nachhaltige Bauweise. Auch muss sich der Entwurf durch eine gewisse architektonische Beliebigkeit vorwerfen lassen", bewertet Vermeulen die Planung.

Auch sind wir über die Vorlage der genauen Pläne gespannt, um sich die Ausführung der Gestaltungsideen im Detail anzusehen. Der Verzicht auf eine Tiefgarage ist unverständlich. Zum einen verliert der Bahnhof Kurzzeitstellplätze für Abholer, zum anderen werden Beschäftigte in den neuen Bürohäusern, die mit dem Auto pendeln, den Parkdruck in der Umgebung weiter erhöhen“, mahnt Vermeulen.

Mit Blick auf die demnächst freistehenden Immobilien fragt die CDU auch nach den jeweiligen Nachfolgenutzungen. „Wir müssen der Stadtverwaltung mit OB Meyer an der Spitze schon die Frage stellen, was soll mit den bisherigen Immobilien wie am Fütingsweg oder der Hansastraße passieren. Hier erwarten wir in den kommenden Monaten Ideen und Vorschläge. Gerade die Stadtverwaltung ist über die ganze Stadt verteilt, hier sehen wir durchaus eine Chance, sich mehr zu konzentrieren“, so Vermeulen abschließend.

16.03.2021