Walter Fasbender: Krisen-Kommunikation ist verbesserungswürdig

Nach der Umstellung in den Krisen-Modus läuft aus Sicht der CDU-Ratsfraktion noch nicht alles rund in der Krefelder Stadtverwaltung. „Während das Corona-Diagnosezentrum angelaufen ist und auch die notwendige medizinische Infrastruktur aufgebaut wurde, ist die Krisen-Kommunikation noch verbesserungsbedürftig. Die Stadt ist in der Pflicht, hier mehr zu tun“, mahnt Fasbender.

Aus Sicht der CDU-Fraktion ist neben einer besseren Krisenkommunikation des Oberbürgermeisters nun die gesamte Stadtverwaltung gefragt, die Bürger zu informieren und zu beraten. „Die Bürger erwarten und fordern Informationen. Die Stadt muss jetzt nicht nur zu medizinischen Fragen aufklären, betreuen und begleiten, sondern auch alle Art von Unterstützung für Alleinstehende, Selbständige aller Art und verunsicherten Menschen anbieten. Dass die Stadt ihr Beratungsangebot über zentrale Telefonnummern ausbaut, ist da ein erster Schritt“, erklärt Fasbender.

„Es kann auch nicht sein, dass seitens des Oberbürgermeisters auf die Hausärzte verwiesen wird, die in erster Linie für potentiell Erkrankte zuständig sind. Auf allen Ebenen - Bund, Land - wird klaglos, ohne Verweis auf andere unterstützt, das sollte gleichermaßen für die Krefelder Stadtverwaltung gelten. Die Hausärzte sind schon jetzt über Gebühr belastet. Darüber hinaus schlagen wir eine direkte geheime Direktnummer für die Hausärzte vor, damit eine Erreichbarkeit des Diagnosezentrums für die Hausärzte gewährleistet ist“, mahnt Fasbender.

Bundes- und Landesregierung haben zudem bereits Hilfspakete in Milliarden-Höhe zugesagt. „Die Information darüber, wie man diese Hilfen abrufen kann, muss jetzt schnellstmöglich verbreitet werden. Zusammen mit den Banken können Papiere für Interessenten zusammengestellt werden, um der Vielzahl von kleinen und mittelständischen Betrieben zu helfen, aber auch ganz konkret dem freiberuflichen Musiker, der für Veranstaltungen gebucht werden kann“, so Fasbender.

Positiv ist für Fasbender die Notwendigkeit, die Digitalisierung der Verwaltung nun auszubauen. „Hier wurden in der Vergangenheit schon Grundlagen gelegt. In dem das Thema Home-Office oder das Verschieben von Verwaltungsakten auf den elektronischen Weg nun im Hauruck-Verfahren umgesetzt werden muss, werden die Bürger in Zukunft davon profitieren können“, erklärt Fasbender.

18.03.2020