Krefelder KPV besucht Adenauer-Haus in Cadenabbia

Im Internationalen Begegnungszentrum für Politik, Wirtschaft und Kunst der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. in Cadenabbia am Comer See in der Lombardei in Norditalien haben sich Teilnehmer/innen aus Deutschland und Italien im Rahmen eines Internationalen Kommunalpolitischen Seminars der Kommunalakademie der Konrad-Adenauer-Stiftung, das in Kooperation mit der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) der CDU Krefeld durchgeführt wurde, mit der kommunalen Selbstverwaltung in Deutschland und Italien befasst. Die deutschen Teilnehmer/innen kamen überwiegend aus Grevenbroich, Krefeld und und Schmallenberg im Land Nordrhein-Westfalen, aus Mannheim im Land Baden-Württemberg und aus dem Krefelder Partnerkreis Oder-Spree im Land Brandenburg. Unter den Teilnehmer/innen waren auch der Krefelder KPV-Kreisvorsitzende Manfred Läckes, dessen Stellvertreterin Angelika Kaulertz, die Krefelder CDU-Politikerinnen Carla Stomps und Angelika Brünsing sowie Heinz Lassowsky und Herbert Schirmer aus dem ostdeutschen Partnerkreis der Stadt Krefeld und das Grevenbroicher Stadt- und Kreistagsmitglied Norbert Gand. Zu den Grundlagen der Kommunalen Selbstverwaltung in Deutschland und Italien trugen als Referenten Dr. Arthur Scheidle (Klausen, Südtirol/Italien) und Peter Könen (Grevenbroich/Nordrhein-Westfalen), der auch Mitglied des Kreisvorstandes der KPV Krefeld ist, vor und gaben dabei einen Überblick über die Rechtslage in Deutschland und Italien, die verfassungsrechtliche Absicherung der kommunalen Selbstverwaltung sowie die Organisation der Kommunen in der Bundesrepublik Deutschland und in der Republik Italien. Dr. Arthur Scheidle war fünfzehn Jahre hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Klausen in Südtirol und ist aktuell in verschiedenen nationalen und internationalen Gemeindeverbänden tätig. Peter Könen, langjähriger Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Krefeld, ist Diplomverwaltungswirt und Dozent für Kommunalrecht am Rheinischen Studieninstitut zu Köln am Rhein. Vorher hatte der Geschäftsführer der Villa La Colina, Heiner Enterich, die Teilnehmer/innen über die Aufgaben und die Arbeit des Internationalen Begegnungszentrums für Politik, Wirtschaft und Kunst der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. informiert. Die Villa La Collina (deutsch „Villa Hügel“) ist ein historisches Villengebäude im Dorf Cadenabbia bei Tremezzo am Westufer des Comer Sees in Italien. Sie wurde bekannt als Urlaubsdomizil Konrad Adenauers, des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland, der dort von Ende der 1950er Jahre bis Mitte der 1960er Jahre viele seiner Sommerurlaube verbrachte. Die Villa mit ihrem 2,7 Hektar großen Park wird seit 1977 von der Konrad-Adenauer-Stiftung als internationale Begegnungsstätte genutzt. Sie wurde 1990 um die Accademia Konrad Adenauer erweitert und dient inzwischen auch als Tagungsort für Gastveranstaltungen sowie als Hotel. 2004 wurde die Villa La Collina durch einen Ausschuss des Deutschen Bundestages als Erinnerungsstätte von nationaler Bedeutung klassifiziert und ist seither die einzige Erinnerungsstätte Deutschlands außerhalb des deutschen Hoheitsgebietes. Neben ihren Vorträgen zur Kommunalen Selbstverwaltung in Deutschland und Italien vermittelten Dr. Arthur Scheidle und Peter Könen interessante Einblicke in die Geschichte, Politik und Wirtschaft in Italien (Dr. Arthur Scheidle) und über die Aufgabenstellung und Arbeitsweise der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. (Peter Könen, der auch als Tagungsleiter fungierte). Im weiteren Verlauf unseres Seminars referierte der Krefelder CDU-Politiker und Vorsitzende des Krefelder Bürgervereins Bahnbezirk, Andreas Stomps, zum Thema "Kommunalpolitik und bürgerschaftliches Engagement im Spannungsfeld parteipolitischer Interessen unter besonderer Berücksichtigung bürgerschaftlicher Organisation in Bürgervereinen". In einem weiteren Vortrag beleuchtete Andreas Stomps, der auch Jurist und Leiter einer einer Landesaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im Land Nordrhein-Westfalen ist, die Bedeutung und Auswirkungen des Globalen Migrationspaktes für die Kommunen. Darüber hinaus hatten die Seminarteilnehmer/innen Zeit und Gelegenheit, das Leben und Wirken von Konrad Adenauer in Cadenabbia sowie Land und Leute kennen zu lernen, über das Peter Könen in Wort und Bild sowie die Stadtführerin Lucia Pini aus dem Nachbarort Tremezzo bei einem Rundgang durch den historischen Kern von Cadenabbia berichteten. Ergänzt wurde das Programm durch einen Besuch im gegenüberliegenden Bellagio am Comer See sowie eine praktische Einführung in die Regeln und in die Technik des Boccia-Spiels durch die Krefelder Teilnehmerin Claudia Schmidt, die dabei auch an die Vorliebe des ersten deutschen Bundeskanzlers Dr. Konrad Adenauer für diesen Präzisionssport mit Kugeln erinnerte, dem sich Adenauer in seinen Urlauben in Cadenabbia am Comer See sehr gern widmete.  Auf ihrer Rückreise legten die Seminarteilnehmer/innen auch noch einen Zwischenstopp in Mailand ein, um an einer Stadtführung unter Leitung der Mailänderin Chiara Silva teilzunehmen, die unter dem Motto "Sforza, Scala, Haute Couture: Geschichte, Kultur und Wirtschaft in Mailand" stand.

07.08.2019