Ingeborg Müllers zum Krefelder Kulturhilfsfonds

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Krefeld ist irritiert über den Vorschlag der Verwaltung sowie der haushaltstragenden Fraktionen von SPD, Grüne und FDP, dass der Krefelder Kulturhilfsfonds vor allem für Kunst- und Kulturprojekte in der Stadtmitte eingesetzt werden soll. „Kulturförderung nach der richtigen Hausnummer? Das sollte es aus unserer Sicht nicht geben. Die besten Ideen sollen das Geld bekommen, egal ob sie in Uerdingen oder der Stadtmitte umgesetzt werden“, kritisiert die kulturpolitische Sprecherin, Ingeborg Müllers.

Im kommenden Kulturausschuss wird über den sogenannten „Krefelder Kulturhilfsfonds 3.0“ beraten. Der Hilfsfond ist vor gut zwei Jahren erstmals aufgrund der Corona-Situation für Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturschaffende aufgelegt worden. „Die Idee zur Hilfe in der besonderen Notlage der Krefelder Kunst und Kultur haben wir immer unterstützt, auch angesichts der Kulturinitiativen wie “wir müssen reden“. Der Kulturhilfsfonds wurde eingerichtet, um Kunstschaffende sowie an einzelnen Projekten beteiligte Personen zu unterstützen. Der Kulturhilfsfonds ist dazu gedacht, die vielfältige Kulturszene zu erhalten, die Krefeld noch hat. Dass nun aber plötzlich der Standort darüber entscheiden soll, wo etwas gemacht wird, halten wir für falsch. Zudem ist in den Förderkriterien nicht definiert, was die Stadtmitte ist“, mahnt Müllers.

Für die Christdemokraten muss es andere Mittel und Wege der Förderung der Innenstadt geben. „Wir müssen darauf achten, dass alle Stadtteile gefördert werden. In der Innenstadt gibt es schon zahlreiche Kulturinstitute, die wir wie das Kaiser-Wilhelm-Museum saniert und damit gestärkt haben. Zuletzt gab es 900.000 Euro für die Krefelder Innenstadt vom Land. Kunst und Kultur sind für alle da, daher wollen wir eine gleichberechtigte Förderung. Insbesondere wundert uns die Haltung des Oberbürgermeisters, der ja auch Kulturdezernent ist. Dieser hat noch 2015 gesagt, jetzt seien die Stadtteile dran. Davon ist nicht viel übriggeblieben“, kritisiert Müllers. 

16.02.2022