Fraktionen von CDU und Grünen zum B-Plan 550 "Fette Henn"

Die Fraktionen von CDU und Grünen haben sich auf Ratsebene für einen gemeinsamen Antrag zur Beendigung des Bebauungsplanverfahrens 550 “Fette Henn“ in Hüls verständigt. Der Antrag der beiden Fraktionen wird im kommenden Planungs- und Bauausschuss beraten.

Seit Jahren gibt es in Hüls Diskussionen über das Plangebiet Fette Henn zwischen den Straßen Fette Henn und Hinter der Papenburg. In Hüls hatten sich - im Rahmen der dortigen Kooperation - CDU und Grüne auf die Beendigung des Verfahrens verständigt. „Unabhängig der Einigkeit in Hüls haben wir uns auch mit der Ratsfraktion der Grünen intensiv zu dem Plangebiet ausgetauscht. Wir freuen uns, dass wir uns wie in der Bezirksvertretung Hüls auf einen gemeinsamen Antrag einigen konnten, der dann im kommenden Ausschuss beraten wird. Damit bewahren wir die Fläche vor der Versiegelung, damit sie weiterhin ungehindert Regenwasser aufnehmen und speichern und durch ihre Kühlungsfähigkeit das Mikroklima positiv beeinflussen kann“, erklärt der planungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Peter Vermeulen.

„Die in der Vergangenheit immer wieder diskutierten Bauvorhaben auf diesem mehr als 30.000 qm großen Areal wären damit endgültig vom Tisch“, so die planungspolitische Sprecherin der Grünen Heidi Matthias, und erklärt weiter. "Im Zuge des voranschreitenden Klimawandels mit Starkregenereignissen und langen Trockenperioden werde so dem Umstand Rechnung getragen, dass naturbelassenen Flächen wie dieser eine unverzichtbare ausgleichende Funktion zukomme. Eine Verdichtung oder Teilzerstörung des torfhaltigen Bodens, wie er zwischen „An der Papenburg“ und "Fette Henn" vorhanden sei, würde Kohlenstoff freisetzen und eine zusätzliche Klimabelastung darstellen. Eine Bebauung des Plangebiets würde die Klimaresilienz unserer Stadt mindern und der Natur einen weiteren Teil ihres notwendigen Lebensraums entziehen"

Im Übrigen spielt auch der Artenschutz eine bedeutende Rolle. Das Areal diene einer Reihe von relevanten Vogelarten als Brut-, Nahrungs- Rückzugs- und verschiedenen geschützten Fledermausarten, als Durchzugsgebiet.

 

25.08.2022