EAK wählt neuen Vorstand und diskutiert über das Thema Organspende

Der Evangelische Arbeitskreis (EAK) innerhalb der CDU Krefeld hat sich einen neuen Vorstand gewählt und im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung über das Thema Organspende diskutiert. Nachfolger des verstorbenen Hans Machate wurde in einstimmiger Wahl Guntram Teichgräber. Ebenso gehören dem neuen Vorstand als stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Bosch und Thilo Forkel an. Auch der Bezirksvorsitzende des EAK Niederrhein, Prof. Dr. Jürgen Plöhn, war bei der Versammlung im Gemeindezentrum der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde an der Steckendorfer Straße zugegen. Bei einer gut besuchten Runde diskutierte der Arbeitskreis im Anschluss mit der Herzchirurgin Dr. Dilek Gürsoy und Krefelds Bundestagsabgeordnetem Ansgar Heveling über die Neuregelung des Organspenderechts. Ansgar Heveling sprach sich dabei klar für die erweiterte Zustimmungslösung aus. „Unsere Patientenrechte gründen im Bekenntnis zum Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen. Zu einer Spende gehört für mich daher immer deren Freiwilligkeit. Auch wer sich der Entscheidung über die eigene Organspendebereitschaft verweigert, verliert nach meiner Ansicht sein Selbstbestimmungsrecht nicht!“, begründete der Abgeordnete seine Auffassung.  Dilek Gürsoy, vom „Deutschen Medical Club“ zur „Medizinerin des Jahres 2019“ gewählt, vertrat die entgegengesetzte Auffassung. Es herrsche ein großer Mangel an Spenderorganen, und sie habe schon mehrfach erlebt, dass Patienten verstorben seien, weil keine Erklärung zur Organspende vorgelegen habe. Daher befürworte sie eine Widerspruchslösung, die generell davon ausgeht, dass jeder Organspender ist, es sei denn, er hat dies ausdrücklich verneint. Dilek Gürsoy und Ansgar Heveling waren sich indes einig, dass es gut sei, dass das überaus wichtige Thema Organspende durch die gegenwärtigen Diskussionen in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt ist. Einig waren sich alle Diskutanten zudem, dass das Thema Transplantationsmedizin ethisch aufgeladen ist und die entsprechende Gesetzgebung nach einer verantworteten Gewissensentscheidung aller Abgeordneten verlangt.

30.09.2019