CDU zum aktuellen Stand Mobilitätskonzept

Die CDU-Fraktion begrüßt den Entwurf des Mobilitätskonzepts, welches von
der Agentur LK Argus erstellt wurde und in Zusammenarbeit mit engagierten
Menschen aus der Bürgerschaft, der Verwaltung und Politik erarbeitet
wurde. Das Konzept stellt aus Sicht der CDU einen strategischen Leitrahmen
dar, der mindestens für das nächste Jahrzehnt gültig sein sollte. Es sollte
die Blaupause dafür sein, wie wir künftig Mobilität in Krefeld strategisch
entwickeln wollen. Viele Punkte müssen jedoch noch im Einzelnen diskutiert
werden, wie die Anordnung von E-Ladesäulen in den Stadtteilen, Gestaltung
von ÖPNV- Knotenpunkten, Ausbau der ÖPNV- Beziehungen zwischen den
Stadtteilen, parkplatzfreie Innenstadt oder sogenannte Verteiler-Hubs für
Waren", erklärt Jürgen Wettingfeld, der für die CDU die Erarbeitung des
Mobilitätskonzepts begleitet.

Die CDU-Fraktion hat den Erarbeitungsprozess des Konzepts von Anfang an
intensiv begleitet. "Uns ist immer wichtig gewesen, die Lebenswirklichkeit
der Bürgerinnen und Bürger in Krefeld nicht aus den Augen zu verlieren.
Gleichzeitig brauchen wir mehr Anstrengungen für bessere Radwege oder auch
einen stärkeren ÖPNV, damit wir Alternativen anbieten können. Wichtig ist
uns, dass wir auf Anreize statt auf Verbote setzen. Insgesamt gilt es nun,
die Vorschläge in der Politik breit zu diskutieren. Dazu gehören auch alle
neun Bezirksvertretungen. Gerade hier müssen die Auswirkungen des Konzepts
auf den Wohn- und Lebensort diskutiert und abgewogen werden. Daher schlagen
wir auch eine interfraktionelle Verständigung analog der Erstellung des
Flächennutzungsplanes in 2014 vor. Darüber kann in der nächsten Sitzung des
Planungsausschusses diskutiert werden", erklärt Wettingfeld, der auch
Bezirksvorsteher für Oppum und Linn ist.

Allerdings sieht die CDU auch manche Ideen kritisch. "Uns fehlt der Ansatz
der Technologieoffenheit. Auch in Zukunft werden die Menschen Autos fahren,
die aber durch Strom oder Wasserstoff angetrieben werden. Das Konzept darf
daher nicht an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbeiplanen, sondern
diese mitnehmen. Auch die Frage, wie wir wohnen wollen, wird im Konzept
sehr einseitig dargestellt. Mit dem Mobilitätskonzept ist auch mehr
Umweltschutz verbunden. Das ist richtig und wichtig. Aber hier gilt es auf
einen Umweltschutz mit Augenmaß zu setzen. Das Konzept kann nur gelingen,
wenn es uns gelingt, einen Konsens Wirtschaft, Arbeit, Wohnen und Umwelt zu
bekommen. Daher sollte allen ein breiter Konsens wichtig sein, wenn das
Konzept verabschiedet wird.

07.04.2021