CDU-Ratsfraktion zum Pop-Up-Radweg

Aus Sicht der Krefelder CDU-Ratsfraktion muss die Stadt endlich bei der
Sanierung der Radwege vorankommen. „Das Projekt des Pop-Up-Radwegs ist zwar
ein schönes Zeichen, wie wichtig Radwege in unserer Stadt sind. Anstatt
aber jetzt mal eben einen Pop-Up-Radweg auf der Sankt-Anton-Straße für ein
paar Wochen einzurichten, sollte die Stadt ihre gesamte Energie in die
Sanierung der Radwege stecken und für klare Radwegeverbindungen in der
Stadt sorgen“, erklärt Ratsfrau Ingeborg Müllers, die für die Fraktion für
alle Belange des Radverkehrs zuständig ist.

„Wir freuen uns über die Aktivitäten, die das Radfahren in Krefeld
attraktiver machen sollen. Der ganze Aktionismus hilft jedoch nicht, wenn
die bestehenden Radwege kaum nutzbar sind. Die Radwege müssen endlich
saniert werden“, erklärt Müllers.
Die CDU-Fraktion hatte im vergangenen Jahr die Diskussion um den Radverkehr
in der Stadt genutzt, um einen umfangreichen Forderungskatalog vorzulegen.
„Diesen hatten wir zusammen mit den Bürgervereinen entwickelt, denn die
wissen am besten, wo vor Ort der Radweg kaputt ist. Leider hat die Stadt
jedoch die Chance verpasst und wenig für die Sanierung getan“, mahnt
Müllers. Für die kommende Ratssitzung wird die CDU-Fraktion daher auch
nachfragen, was die Stadt in den letzten Monaten getan hat. "Gleichzeitig
werden wir beim zuständigen Kommunalbetrieb nachfragen, wie die
Dokumentation und das Abarbeiten der Schäden verbessert werden kann. Um bei
den englischen Begriffen zu bleiben, brauchen wir statt “Pop-Up“ mehr
“Smart Repair“. Schlaglöcher sind überall ein Problem, auf der Straße
genauso wie auf den Rad- und Gehwegen.“

Das Beispiel des Pop-Up-Radwegs in Düsseldorf zeigt auch, dass solche Wege
auch Gefahren hervorrufen. Aus Sicht der CDU-Fraktion haben sich dort
zahlreiche Probleme gezeigt. Von der Ablehnung der Anwohner, über
Gefahrenstellen bei Fußgängerüberwegen und den Haltestellen der
Straßenbahnen bis hin zu massiven Verkehrsstaus. „Die Probleme in
Düsseldorf zeigen, dass man nicht mal eben so eine Hauptverkehrsachse ohne
schlüssiges Konzept umbauen kann. Sollte die Verwaltung und OB Meyer das
jetzt durchdrücken wollen, plädieren wir zum Schutz aller zumindest für
Tempo 30 auf der gesamten Sankt-Anton-Straße, um Unfälle wie in Düsseldorf
zu vermeiden. Auch sollten die Anwohner und Einzelhändler ins Boot geholt
werden und den Pendlern muss erklärt werden, warum sich möglicherweise der
Verkehr staut oder ihre Straßenbahn länger braucht", so Müllers
abschließend.

15.07.2020