CDU gegen Bau einer Kita am Weidenröschenweg

Die CDU in Fischeln spricht sich weiterhin gegen den Bau einer Kita am Weidenröschenweg aus. „Es gibt Orte, die eignen sich für eine Kita und es gibt Orte, die tun es nicht. Die Freifläche am Weidenröschenweg eignet sich eben nicht für eine Kita. Insbesondere deshalb, wenn keine 100 Meter davon entfernt demnächst eine Kita im neuen Baugebiet Fischeln Süd-West entstehen soll“, erklärt der CDU-Sprecher in der Bezirksvertretung Fischeln, Benedikt Lichtenberg. 

Die CDU hat sich schon im vergangenen Jahr gegen die Bebauung ausgesprochen, wie jetzt auch die FDP in Fischeln. Zuletzt wurde im zuständigen Unterausschuss Kita-Ausbau der Stadt über die Kita am Weidenröschenweg diskutiert. „Für die CDU ist die verkehrliche Anbindung der Kita für 60 bis 80 Kinder am Tag durch den Bring- und Holverkehr nicht gegeben und nicht machbar. Dies ist für uns auch keine neue Erkenntnis. Schon 2009 beziehungsweise 2010 haben wir uns gegen eine Kita am Weidenröschenweg entschieden und einen anderen Standort gesucht, der dann mit der neu gebauten Kita am Krützboomweg auch gefunden wurde. Damals hat die Verwaltung unsere Argumentation unterstützt", mahnt die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion Britta Oellers. 

Aus Sicht der CDU ist die Bereitstellung von Freiflächen für Kinder und Jugendliche ebenfalls eine sehr wichtige Aufgabe der Kinder- und Jugendpolitik. „Manchmal muss man eben zwischen der Kinder- und Jugendpolitik auf der einen und der Familienpolitik auf der anderen Seite abwägen. Deswegen sprechen wir uns am Weidenröschenweg für die bestehende Freifläche aus und machen uns gleichzeitig auf die Suche nach neuen Flächen für einen Kita-Bau. Einige Flächen haben wir der Verwaltung bereits zur Prüfung vorgelegt“, erklärt Britta Oellers. 

Auch die Verhaltensweisen der Eltern haben sich im Vergleich zu der Zeit, als die Siedlung rund um den Weidenröschenweg geplant wurde, geändert, ist sich Lichtenberg sicher. „Heutzutage kommen die wenigsten Eltern noch zu Fuß oder mit dem Rad, sondern bringen ihre Kinder auf dem Weg zur Arbeit oder der Tagesmutter mit dem PKW. Und die Parkplätze an der Dohmenstraße, die manche vorschlagen, gibt es auch nicht“, so Lichtenberg abschließend. 

24.03.2020