CDU-Fraktion zur (denkmalgerechten) Sanierung der Sportanlage Hubert-Houben

„Die Hubert-Houben-Kampfbahn und damit die Sportler im Nordbezirk werden von der Verwaltung weiterhin links liegen gelassen. Wir wollen endlich eine Sanierung sehen, statt schlechter Ideen der Verwaltung“, kritisieren Peter Vermeulen und Wolfgang Hildach für die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Nord und Ingeborg Müllers, als denkmalpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, das Vorgehen der Verwaltung in Bezug auf die Sportanlage.

Bei einer Ortsbesichtigung der drei Christdemokraten wurde der miserable Zustand der Anlage deutlich. „Große Mauerstücke sind abgebrochen, am Tribünendach bröckelt der Stahlbeton, Öffnungen sind behelfsweise zugemauert und Umkleiden sind kaum nutzbar. Seit Jahren besteht dringender Sanierungsbedarf. Schon 2018 hatte die Stadtverwaltung angekündigt bis 2021 die Anlage für 3,5 Mio. Euro zu sanieren. Doch bis heute ist nichts passiert“, kritisiert Vermeulen.

Anfang 2022 lud die Verwaltung zu einem Workshop zur zukünftigen Nutzung und Gestaltung der Sportanlage ein. Sportvereinen, Schulen, Interessierte aus der Bürgerschaft sowie der Politik wurde eine Anlagenkonzeption für die Hubert-Houben-Kampfbahn vorgestellt. „Als wir die Pläne sahen, welche die Verwaltung nach drei Jahren aus dem Hut gezaubert hat, herrschte blankes Unverständnis. Zudem stellte man nur eine sogenannte sportfachliche Optimierung vor. Von einer baulichen Sanierung des denkmalgeschützten Geländes war nichts zu sehen. Auch der geplante Kunstrasenplatz sollte plötzlich auf dem Hauptplatz der Anlage entstehen, und nicht dort, wo der Ascheplatz aktuell ist. Dabei brauchen die Leichtathleten eine komplette Anlage für alle Sportarten. Neue Ideen, wie die Nutzung der alten Schießanlage hinter dem Ascheplatz, wurden nicht aufgegriffen. Ebenso fehlten weitere Umkleiden für die vielen Nutzer der Anlage“, mahnt Hildach.

Die Planungen wurden dann auch am 15. März in der Bezirksvertretung vorgestellt „Wir hatten gehofft, dass die Verwaltung aus der Ablehnung des Workshops gelernt hatte, und Veränderungen vorstellt. Doch das Entsetzen war groß, als die gleiche Planung vom Februar vorgestellt wurde. Daher hat die Bezirksvertretung die Verwaltungsvorlage einstimmig zurückgewiesen. Das Vorgehen der Verwaltung ist eine Ignoranz gegenüber allen, die an dem Workshop teilgenommen haben. Was bringt bürgerschaftliches Engagement, wenn die Verwaltung gar nicht darauf eingeht.“

Mit Blick auf die Denkmalpolitik zeigt sich Ratsfrau Müllers ebenfalls enttäuscht. „Seit der ersten Ankündigung der Verwaltung im Jahr 2018 haben sich die Schäden vervielfacht. Es wird höchste Zeit, die Anlage zu sanieren. Wir haben hier die Chance, einer denkmalgeschützten Anlage eine moderne Nutzung zu geben. Diese Chance verpasst die Verwaltung gerade nicht das erste Mal, wenn man die Entscheidung zum Stadtbad Neusser Straße sieht.  Das Erscheinungsbild der historischen Anlage am Appellweg ist ein Kleinod, das in jedem Fall unverändert bleiben sollte.“

22.03.2022