CDU-Fraktion zum Großmarkt

Die CDU-Ratsfraktion begrüßt die Initiative der Stadtverwaltung für den Großmarkt. „Der Großmarkt ist eine Perle für Krefeld, die nur behutsam erneuert werden darf. Bedenklich ist jedoch, dass Oberbürgermeister Meyer Investorenpläne als „Schicki-Micki“ bezeichnet. Das ist weder professionell, noch eines Oberbürgermeisters im Umgang mit Investoren würdig“, erklärt der Sprecher im Betriebsausschuss des Zentralen Gebäudemanagements, Walter Fasbender.

Oberbürgermeister Meyer hatte zusammen mit dem Betriebsleiter des Zentralen Gebäudemanagements, Rachid Jaghou, erste Ideen zur weiteren Entwicklung präsentiert. „Wir sind gespannt, was die Verwaltung uns hier noch konkret präsentieren wird und wie viel Geld benötigt wird. Darüber gilt es zu diskutieren, auch angesichts der ungewissen Haushaltslage aufgrund der Corona-Situation. Wir sollten uns als Stadt aber an bestimmten Punkten auch zurückhalten. Die Stadt hat für den Rahmen zu sorgen. Eine professionelle Mietorganisation hat definitiv gefehlt. Der Rest muss aus der Initiative der Mieter kommen. Denn das macht den Charme des Großmarktes aus, der unbedingt erhalten bleiben muss“, so Fasbender.

Unverständlich für die CDU-Fraktion ist jedoch, warum Meyer einen Investor nachträglich für seine „Schicki-Micki-Pläne“ herabwürdigt. „Das ist ja vielleicht eine nette Anekdote für den Sozialdemokraten Frank Meyer. Für einen Oberbürgermeister, der sich sonst bei jeder Gelegenheit als obersten Wirtschaftsförderer bezeichnet, ist das unwürdig. Wir sind gespannt, ob der neue Wirtschaftsdezernent seinem Oberbürgermeister hier vielleicht zu einer neuen Einsicht verhilft. Ansonsten müssen sich Investoren scheinbar künftig zweimal überlegen, ob sie mit ihrer Idee zu Herrn Meyer ins Büro gehen wollen. Dabei hat Krefeld Investitionen nötig. Leuchtturmprojekte wie das frühere Horten-Haus beweisen doch, wie sich diese positiv auf die Umgebung auswirken.“, mahnt Fasbender. 

24.07.2020