Besuch einer Delegation aus dem Landkreis Oder-Spree bei der Senioren-Union

Im Rahmen der seit dem Jahre 1990 bestehenden Partnerschaft zwischen dem Landkreis Oder-Spree (vormals Landkreis Beeskow) war eine Delegation der Senioren-Union Beeskow aus dem Krefelder Partnerkreis Oder-Spree unter Leitung ihres Vorsitzenden Max Krüger am vergangenen Wochenende in der Partnerstadt Krefeld, um sich dort schwerpunktmäßig über das kulturelle Angebot der Stadt Krefeld zu informieren und um sich auf der Grundlage des zwischen dem Landkreis Oder-Spree und der Stadt Krefeld Anfang der 1990er Jahr abgeschlossenen Kulturabkommens über Formen und Möglichkeiten einer weiteren kulturellen Zusammenarbeit zwischen Ost und West auszutauschen.
 
Unter den Gästen aus Ostbrandenburg konnte Ingeborg Müllers für die Senioren-Union Krefeld neben Max Krüger auch Herbert Schirmer, Mitglied der Volkskammer der DDR und DDR-Kulturminister von März bis Oktober 1990, und Heinz Lassowsky, Mitglied der Volkskammer der DDR von März bis Oktober 1990, in Krefeld begrüßen, bevor die Gäste aus Beeskow und die Krefelder Gastgeber ein interessantes Programm absolvierten, das insgesamt acht Stationen umfasste:
 
Station 1: Zum Auftakt: Treffen mit Informations- und Meinungsaustausch bei niederrheinischen Köstlichkeiten im Brauereiausschank Wienges in Krefeld.
 
Station 2: Besichtigung mit Führung durch den Kunstvermittler Thomas Janzen der Häuser Esters/Lange sowie der sorgfältig und passend gestalteten Parkanlagen mit dem Gartenhaus aus der Hellerauer Werkstatt. Mies van der Rohes Haus Esters und Haus Lange sind beispielhafte Bauten für den modernen Baustil der 1920er Jahre Ludwig Mies van der Rohe hat sie im Auftrag der zwei Krefelder Seidenfabrikanten Dr. Josef Esters und Hermann Lange entworfen, die oft als Ikonen der Moderne bezeichnet werden. Aktuelle Ausstellung: „Anders Wohnen“
 
Station 3: Besuch im Krefelder Zoo. Austausch über Formen und Möglichkeiten einer Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung der bienenpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zwischen dem Vorsitzenden des Imker-Vereins Beeskow, Max Krüger, dem Krefelder Zoo-Imker Christian Schuldt, dem Vorsitzenden der Krefelder Zoofreunde, Friedrich Berlemann, und Carla Stomps vom Krefelder Initiativkreis „Schutz der Insekten in Krefeld“.
 
Station 4: Besuch im Haus der Seidenkultur mit Führung im Websaal und in der aktuellen Ausstellung. Das Haus der Seidenkultur (HdS) ist ein Industriedenkmal, das als Museumsbetrieb geführt wird. Kernstück des Museums ist der einzig in Europa an authentischer Stätte erhaltene Jacquardhandwebsaal, wo altes Textilhandwerk an acht hölzernen Webstühlen aus dem 19. Jahrhundert lebendig gezeigt wird. Anschließend gemeinsamer Spaziergang auf der sog. „kleinen Seidenstraße“ unter Führung von Dieter Brenner zum Abendimbiss im Brauereiausschank Wienges.
 
Station 5: Besuch im Südbahnhof Krefeld. Erörterung von Formen und Möglichkeiten kultureller Zusammenarbeit zwischen Ost und West mit Georg Dammer, Geschäftsführer des Werkhaus e.V., und Herbert Schirmer, Kulturminister a.D. und freischaffender Kulturmanager aus Ostbrandenburg.
 
Station 6: Teilnahme an der Eröffnung der Ausstellung „Zeitkolorit“ des Deutschen Textilmuseums Krefeld in der Museumsscheune an der Albert-Steeger-Straße in Krefeld-Linn mit Begrüßung durch Oberbürgermeister Frank Meyer.
 
Station 7: Besuch Ausstellung „Zeitkolorit“ im Deutschen Textilmuseum in Krefeld-Linn, einer Modeausstellung aus eigener Sammlung, kombiniert mit historischen Modejournalen, Farbmusterproben, Fläschchen mit originalen chemischen Substanzen. Betrachtet wird das Vordringen der chemischen Farbstoffe in die Mode im Zeitraum von etwa 1880 bis in die 1930er Jahre. In dem Zusammenhang wird auch als ein Aspekt auf das Bauhaus und seine Farbenlehre eingegangen. Es handelt sich bei dieser Ausstellung um die Präsentation der Ergebnisse aus dem Kooperationsprojekt "Weltbunt" mit der HS Niederrhein Krefeld, dem Museum Schloss Rheydt/TextilTechnikum und der TH Köln, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.
 
Station 8: Nach der Eröffnung und Besichtigung der Ausstellung „Zeitkolorit“. Ausklang der Partnerschaftsbegegnung im Musuems Café in Krefeld-Linn mit der Krefelder Bürgermeisterin Karin Meincke, bei dem Ingeborg Müllers und Max Krüger ein positives Resümee der Partnerschaftsbegegnung zogen: „Wir blicken dankbar zurück auf einen ebenso interessanten wie angenehmen Austausch von Menschen, Meinungen und Informationen, der für das wechselseitige Verständnis der Menschen aus Ost und West sehr hilfreich und nützlich ist. Wir wollen den Austausch in Zukunft nicht nur fortsetzen, sondern weiter vertiefen. Zum 30jährigen Bestehen unserer Partnerschaft planen wir in der Zeit vom 19. bis 22. März 2020 eine gemeinsame Veranstaltung im Landkreis Oder-Spree, in der wir zurück, aber auch noch vorne blicken wollen. Wir möchten nicht nur den Kulturaustausch zwischen dem Landkreis Oder-Spree und der Stadt Krefeld verstärken, sondern uns unter Einbeziehung der entsprechenden bürgerschaftlichen Akteure auch lokalen Maßnahmen widmen, die dem Klima-, Natur- und Insektenschutz in unseren Städten und Gemeinden dienen. Durch die Gründung eines Partnerschaftsvereins wollen wir unsere Partnerschaft zudem auf eine dauerhafte Basis stellen, um deren Fortbestand auch für die Zukunft sicherzustellen.“
 
Zur Information: Seit dem 22. September 1990 ist der Landkreis Oder-Spree (damals Landkreis Beeskow) Partner der Stadt Krefeld. 
 
Bereits seit dem 4. März 1990 besteht eine Partnerschaft zwischen den CDUKreisverbänden Krefeld und Landkreis Oder-Spree (vormals: Landkreis Beeskow).
 
Der Landkreis Oder-Spree, ehemals Kreis Beeskow, liegt im Osten Brandenburgs direkt an der polnischen Grenze. Nach dem Mauerfall und der darauf folgenden Vereinigung der BRD und DDR wurden Partnerschaften zwischen west- und ostdeutschen Städten geschlossen. Das diente als Hilfsmaßnahme, damit die Städte der ehemaligen DDR leichter in die kommunale Selbstverwaltung fanden.
 
Das Stadtbild der Kreisstadt Beeskow ist geprägt durch die mittelalterliche Stadtmauer, die schöne Backsteinkirche St. Marien und die altertümliche Burg Beeskow.
 
Der Landkreis Oder-Spree, ehemals Kreis Beeskow, liegt im Osten Brandenburgs direkt an der polnischen Grenze. Im gesamten Landkreis leben ca. 179.000 Menschen, davon etwa 8.000 in der Kreisstadt Beeskow.
 
 

17.10.2019