Der von der Hochschule
Niederrhein angebotene Diplom-Studiengang Gesundheitswesen trifft
auf immer mehr Zustimmung. Hatten sich im Jahre der Einrichtung
des Studienganges 1998 erst 42 Studierende eingeschrieben, so liegt
die Zahl der Meldungen zum kommenden Wintersemester bereits bei
119. Wer sein Studium mit dem Titel Diplom-Gesundheitsökonom
erfolgreich abschließt, kann
mit besten Berufsaussichten in einem wachsenden Wirtschaftszweig
rechnen. Das erfuhren Mitglieder und Gäste der Krefelder
CDU-Ratsfraktion bei einem von Ratsfrau Karin Meincke mitgestalteten
Besuch in den Räumen der Hochschule im Gebäude der ehemaligen
Kaufmannsschule an der Königstraße.
Prof. Dr. Saskia Drösler, die vor allem auf dem Gebiet des
Medizin-Controllings forscht und lehrt, erläuterte ihren Gästen
in einem Vortrag Konzeption und Zielsetzung des Studiengangs.
Drösler sagte, man wolle die Studentinnen und Studenten qualifizieren,
medizinische, pflegerische, ökonomische und technische Methoden
bei der Analyse von Fragestellungen des Gesundheitswesens anzuwenden.
Um dieses Ziel zu erreichen, bietet die Hochschule eine fachübergreifende
Ausbildung an, die Themenfelder der klinischen Medizin ebenso
einbezieht wie die Bereiche Betriebs-wirtschaftslehre, EDV und
Biomedizintechnik. Im Wahlpflichtbereich, in dem die Studierenden
gegen Ende ihres Studiums individuelle Schwerpunkte setzen können,
stehen unter anderem Fächer wie Krankenhausbetriebstechnik
oder Telematik zur Auswahl.
Besonderen Wert legte Drösler in ihren Ausführungen
auf die praktischen Bestandteile des Studiums. So hätten
Studentinnen und Studenten ohne Berufserfahrung im Gesundheitswesen
zunächst ein Praktikum zu absolvieren, das ihnen Einblicke
in den Alltag medizinischer Einrichtungen ermöglichen solle.
Dabei gehe es darum, dass die Studierenden unmittelbar Erfahrungen
darüber gewännen, mit wie viel Aufwand Tätigkeiten
in Bereichen wie Pflege und Verwaltung tatsächlich verbunden
seien. Darüber hinaus sei laut Studienordnung zwischen dem
fünften und dem siebten Studienhalbjahr ein Praxissemester
für alle vorgesehen.
Drösler, die bei ihrem Vortrag von ihrem Professorenkollegen
Walter Menzel, Absolventin Birgit Fifer und Student Bartosz Kubiak
unterstützt wurde, erläuterte ihren Gästen von der
CDU, dass die sechsundzwanzig Absolventen, die mittlerweile den
Titel Diplom-Gesundheitsökonom führen dürften, berufliche
Chancen im Krankenhausmanagement, bei den Gesundheitskassen,
im Bereich Unternehmensberatung sowie in den medizinischen Fachverbänden
gefunden hätten.
Die Professorin hob die hohe Zufriedenheit hervor, die die Studierenden
der Hochschule im Hinblick auf ihren Studiengang bescheinigt hätten.
Auch das Problem der räumlichen Unterbringung des Fachbereichs,
das zurzeit noch für einige kritische Stimmen sorge, werde
durch den Neubau an der Reinarzstraße demnächst beseitigt.
Die Grundsteinlegung für den Bau, der die bislang getrennten
Teilbereiche Wirtschaftsingenieurwesen und Gesundheitswesen in
Krefeld zusammenführen werde, sei bereits für den Herbst
des laufenden Jahres geplant, so Drösler. Im Jahre 2006 werde
man die neuen Räumlichkeiten in der Krefelder Südstadt
dann beziehen können. |