| Zum Jahreswechsel blickt Oberbürgermeister Gregor Kathstede
auf das Krefelder Geschehen der letzten Monate zurück und
blickt voraus auf das kommende Jahr.
Liebe Krefelderinnen und Krefelder,
der Blick auf den neuen Kalender führt es uns vor Augen:
Wir starten ins Jahr 2005! Der Übergang ins neue Jahr, der
Wechsel der Jahreszahl macht uns immer kurz aber unmissverständlich
klar, dass sich die Uhr unaufhaltsam weiter dreht. Die Zeit ist
ein kostbares Gut und entsprechend zählt, was wir mit ihr
anfangen. Der Jahreswechsel bietet die Chance, den Blick zurück
auf die vergangenen zwölf Monate und gleichzeitig nach vorne
zu richten.
Ich möchte hier nicht das bekannte Klagelied anstimmen über
die schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen, die fehlende Steuerreform
aus Berlin und die allgemeine Wirtschaftslage. Das hilft uns nicht
weiter. Natürlich werden wir Bund und Länder immer wieder
ermahnen, den Städten nicht durch Zuweisung ständig neuer
Aufgaben ohne ausreichende Finanzausstattung die Luft abzuschnüren.
Dazu gehört auch, dass die Städte bei der Wiederaufnahme
der gerade gescheiterten Beratungen zur Reform des deutschen Föderalismus
ein Anhörungs- und Mitspracherecht in der Gesetzgebung erhalten.
Nur mit dem Finger auf andere zu zeigen, ist aber zu einfach – vor
allem ändert es heute nichts. Wir müssen uns selbst in
die Verantwortung nehmen: Für Krefeld gilt es, selbstbewusst
nach vorne zu schauen, eigene Aktivitäten zu entwickeln und
die Stadt als Oberzentrum am linken Niederrhein weiter auszubauen.
Und ich bin der festen Überzeugung, dass wir auf dem richtigen
Weg sind. Anfang Dezember hat der "König-Palast" als
multifunktionale Veranstaltungshalle mit Schwerpunkt Eishockey
Eröffnung gefeiert. Bis zu 9 000 Gäste können hier
Spitzensport, Musikkonzerte und andere Events erleben. Der König-Palast
ist heute bereits ein Anziehungspunkt für Besucher aus Krefeld
und der gesamten Region. Unsere Stadt braucht solche Anziehungspunkte,
um auch zukünftig im regionalen Wettbewerb mithalten zu können.
Positiv stellt sich in 2004 auch die Bevölkerungsentwicklung
dar. Entgegen der Prognosen gibt es in Krefeld anders als in vielen
Großstädten in NRW keinen sogenannten "negativen
Wanderungssaldo" – die Ausweisung neuer Wohngebiete
macht sich also bezahlt. Die Entwicklung der Innenstadt ist gekoppelt
an die Entwicklung der Gesamtstadt Krefeld. Es bleibt Aufgabe von
Politik und Stadtverwaltung, die Attraktivität der City weiter
zu stärken und so die Voraussetzungen auch für private
Investitionen im Stadtzentrum zu verbessern. Eine zentrale Achse
ist der Ostwall. Nach einem ersten Planungsgespräch mit allen
Beteiligten wächst die Zuversicht, den Ostwall – angefangen
am Umsteigepunkt Ecke Rheinstraße – Schritt für
Schritt wieder zu einem echten Prachtboulevard entwickeln zu können.
Zu den "Schätzen" unserer Krefelder Innenstadt
zählt auch die Dionysiuskirche, die das Stadtbild prägt,
zur Zeit aber ohne ihre Spitze da steht. Die vielen Spenden von
Privatleuten, Vereinen, Unternehmen und Institutionen lassen hoffen,
dass wir in Zukunft wieder auf eine Dionysiuskirche mit Turmspitze
blicken können. Allen Spendern und Förderern danke ich
für die Unterstützung unserer Initiative und hoffe gleichzeitig
auch für 2005 auf tatkräftige Hilfe. Das Beispiel St.
Dionysius zeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement in unserer
Gesellschaft ist, das wir an so vielen Stellen erleben – und
dies meist ohne großes Aufsehen. Deshalb möchte ich
mich auch bei all denjenigen bedanken, die sich zum Wohle der Menschen
und für unsere Heimatstadt engagieren. Ohne diese vielfältigen
Beiträge wären wir in Krefeld nicht nur finanziell sondern
auch menschlich ärmer.
Für das kommende Jahr wird es nun darum gehen, die Stärken
Krefelds gezielt weiter zu entwickeln und sie auch darzustellen.
Dies umzusetzen, wird aber nur gemeinsam mit dem Engagement vieler
in dieser Stadt möglich sein. Dazu möchte ich Sie herzlich
einladen.
Liebe Krefelderinnen und Krefelder, das Jahr 2005 liegt vor uns.
Wir alle verbinden es mit Hoffnungen und Erwartungen. Ihnen wünsche
ich, dass Sie die gesteckten Ziele erreichen. Weiterhin wünsche
ich Ihnen allen, Ihren Familien und Freunden einen angenehmen Jahreswechsel
sowie Gesundheit, Glück und Erfolg im neuen Jahr.
Herzlichst
Gregor Kathstede
Oberbürgermeister der Stadt Krefeld |