Zu den gestern veröffentlichten Haushalts-Zahlen der Stadt und einem prognostizierten Überschuss erklärt der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Philibert Reuters: 

"Die Zwischenstandsmeldung ist ein erfreuliches Ergebnis, welches allerdings vornehmlich auf einer sehr guten konjunkturellen Lage beruht. Zu den höheren Gewerbesteuern, höheren Schlüsselzuweisungen und Fördermitteln von Land und Bund kommt eine sparsame Haushaltsführung und eine erfolgreiche Neustrukturierung des Haushaltssicherungskonzepts (HSK). Gerade die städtischen Anstrengungen sind der Verdienst einer sparsamen und soliden Haushaltspolitik, welche die CDU in den letzten Jahren maßgeblich gestaltet hat. Es besteht jedoch kein Grund zur Euphorie: Ein 16,5 Mio. Euro Überschuss für die Stadt Krefeld sind eine Momentaufnahme. Schon die jüngsten Tarifvereinbarungen im öffentlichen Dienst bedeuten Mehraufwendungen von über 8 Mio. Euro in 2018 und 11 Mio. Euro in 2019. Weitere Risiken sind eine mögliche Zinswende und eine sich gegebenenfalls verschlechternde Wirtschaftslage. Alleine eine Zinserhöhung von nur 1% bedeuten jährliche Mehraufwendungen von etwa 4,5 Mio. Euro. Auch das Einstellen von zusätzlichem Fachpersonal, vor allem im Bau-Planungsbereich, wird zu weiteren Aufwandserhöhungen beitragen. Dazu kommen als weitere "Risiken" zahlreiche Bauprojekte und Sanierungen wie beispielsweise beim Stadthaus, deren Kosten noch nicht überschaubar sind sowie Revitalisierungen oder Neubauten von städtischen Immobilien, wie das Seidenweberhaus oder die Sportstätten, die den Haushalt der Stadt Krefeld mit Millionenkosten über Jahrzehnte belasten können. Wir sind also gut beraten, den Kurs der wirtschaftlichen Vernunft und disziplinierter Haushaltsführung fortzusetzen. Interessant ist, dass sich der Herr Oberbürgermeister bei sich selbst und seinen zuständigen Verwaltungsmitarbeitern heftig bedankt, die Politiker, die den "HSK-Karren" aus dem Dreck gezogen haben, aber mit keinem Wort erwähnt."

16.05.2018