Theaterplatz oder Kesselhaus: CDU fordert unabhängige Alternative

Mit Sorge verfolgt die Krefelder CDU-Fraktion die aktuelle Diskussion zur Zukunft des Seidenweberhauses. Der planungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Jürgen Wettingfeld erklärt: „Wir wollen für Krefeld eine attraktive und bezahlbare Lösung und freuen uns sehr, dass zwei namhafte Investoren sich finanziell in Krefeld engagieren wollen. Dies entbindet die Verwaltung jedoch nicht von der Verpflichtung nach einer eigenständigen unabhängigen Lösung zu suchen. Die Verwaltung wollte der Politik schon für den Zeitraum März beziehungsweise April dieses Jahres eine Verwaltungsvorlage für eine Entscheidung vorlegen. Mittlerweile ist schon Ende August. Die Verwaltung hatte genügend Zeit eigene Gespräche und Verhandlungen mit Investoren und Betreibern zu führen, wie dies schon in der Vergangenheit unter den Vorgängern von OB Meyer mehrfach der Fall war.“

 

Eine eigene städtische Alternative ist aus Sicht der CDU-Fraktion auch unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten unerlässlich, da so die Stadt die von den Investoren genannten Zahlen am besten unabhängig und objektiv prüfen kann. Weiterhin erwartet die CDU-Fraktion, dass neben den wirtschaftlichen und planerischen Aspekten ein Bedarfsnachweis durch die Verwaltung erstellt wird: Welche Flächen müssen mit welcher baulichen und technischen Qualität für welche Regelveranstaltungen jährlich vorgehalten werden? Ansonsten ist für die Politik eine vollständige Güterabwägung nicht möglich.

 

Die CDU-Fraktion sieht daher der Verwaltungsvorlage zum Themenkomplex “Theaterplatz oder Kesselhaus“ mit großen Erwartungen entgegen. „Wir gehen davon aus, dass alle Fakten und Alternativen der Politik umfassend, in geprüfter, objektiver sowie klarer Form vorgelegt und alle offenen Fragen beantwortet werden. „Hierzu gehört nicht nur die Beantwortung der Frage, welche finanzielle Verpflichtung geht Krefeld ein, sondern auch die Informationen, welche nachhaltigen vertraglichen Rechte ergeben sich für die Stadt und ihre Bürger. Eine frühzeitige Festlegung auf eine Variante, ohne die offenen Fragen im Vorfeld zu klären, schadet den Interessen der Krefelder Bürger. Die CDU-Fraktion wird sich erst nach einer eingehenden Prüfung und Diskussion endgültig festlegen“, mahnt Wettingfeld. Hierzu gehört für die CDU selbstverständlich auch ein intensiver Dialog mit den Bürgern, Bürgervereinen und den maßgeblichen Verbänden wie auch Organisationen.

24.08.2017