Standort Niederrhein

An einer zweitägigen Veranstaltung unter dem Motto „Standort Niederrhein – Innovationsregion für Logistik und Energie“ in Brüssel nahmen für die Stadt Krefeld Planungsdezernent Martin Linne und Europakoordinator Wolfgang Ropertz teil. Auch Vertreter der Krefelder Hafen GmbH waren vor Ort und beteiligten sich an den Diskussionsrunden. Mit der Verabschiedung europaweiter Richtlinien und Verordnungen gestaltet die Europäische Union den Rahmen für viele Wirtschaftsbereiche, insbesondere in den für den Standort Niederrhein so wichtigen Kernbranchen Transport und Mobilität sowie Energie und Umwelt. Grund genug für den Standort Niederrhein, mit Vertretern von EU-Parlament und EUKommission ins Gespräch zu kommen. Den Auftakt der von der Standort Niederrhein GmbH in Kooperation mit den Städten Krefeld und Mönchengladbach, den Kreisen Kleve, Viersen, Wesel, dem Rhein-Kreis Neuss sowie der IHK Mittlerer Niederrhein und der Niederrheinischen IHK gemeinsam organisierten Veranstaltung bildete ein parlamentarischer Abend in der Vertretung des Landes NRW in Brüssel. Hans Wilhelm Reiners, Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach und Mitglied der Gesellschafterversammlung der Standort Niederrhein GmbH, begrüßte knapp 80 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, EU-Kommission und Politik. Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter vom Niederrhein, begrüßte das gemeinschaftliche Engagement unter dem Dach der Standort Niederrhein GmbH ausdrücklich, forderte gleichzeitig aber den Aufbau einer einheitlichen Strategie: „Der Niederrhein muss mit einer Stimme sprechen. Es ist richtig und gut, dass sich die Kreise und Städte und viele niederrheinischen Unternehmen diese Woche vor Ort in Brüssel präsentiert haben. Für die Wirtschaft und Industrie ist die Vernetzung im internationalen Raum heute sehr wichtig.“ In Fachworkshops zu den Themen Logistik & Verkehr, Energie & Umwelt sowie über das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP diskutierten Unternehmer mit Vertretern der Europäischen Kommission. Dr. Jan Schmitz, TTIP-Koordinator der Europäischen Kommission, erläuterte Hintergrund und aktuellen Stand des angestrebten Abkommens sowie thematische Knackpunkte und sich ergebende wirtschaftlichen Chancen für Europa und die USA. Logistikakteure informierten sich aus erster Hand über die neu gegründete Innovation and Networks Executive Agency (INEA). Diese verwaltet die von der EU bereitgestellten Fördermittel für Verkehrsinfrastruktur und Transportwesen in zweistelliger Milliardenhöhe. In den Energieworkshops diskutierten die vom Niederrhein Mitgereisten mit Vertretern der Europäischen Kommission über Planungen bei europäischer Versorgungssicherheit und die Reformbestrebungen zum EU-Emissionsrechtehandel. Die Standort Niederrhein ist ein Zusammenschluss der Städte Krefeld und Mönchengladbach, der Kreise Kleve, Viersen, Wesel und Rhein-Kreis Neuss sowie der IHK Mittlerer Niederrhein informiert über die Wirtschaftsregion Niederrhein und setzt ihre zielgruppenspezifischen Schwerpunkte bei den Branchen Logistik, Chemie, Energie, Maschinenbau und Elektrotechnik, Textil und Bekleidung sowie Agrobusiness.

09.04.2015