Rheinvertiefung - Regionalrats-CDU mahnt bessere Infrastruktur an den Häfen an

 Als gute Nachricht für das Rheinland bezeichnet Manfred Läckes, CDU-Mitglied im Regionalrat Düsseldorf, die geplante Vertiefung des Rheins zwischen Krefeld und Dormagen. Das Projekt “Rheinvertiefung“ steht mit der Einstufung „Vordringlicher Bedarf“ im neuen Bundesverkehrswegeplan und wurde jetzt im Gesetz über den Ausbau von Bundeswasserstraßen veröffentlicht. „Die Fachleute rechnen mit einer Verdopplung bis Verdreifachung der Zahl umgeschlagener Container in den Nordsee-Häfen. Das hat gravierende Auswirkungen auf die Transportmenge der Binnenschifffahrt, und denen müssen wir uns stellen“, erklärt Läckes, der für die Krefelder CDU-Ratsfraktion im Regionalrat sitzt.

 

Zwischen Krefeld und Neuss soll die Fahrrinne auf 2,80 Meter unter den sogenannten Gleichwertigen Wasserstand (GIW) vergrößert werden, zwischen Neuss und Dormagen-Stürzelberg auf 2,70 Meter unter GIW. „Wenn die Maßnahme abgeschlossen ist, können die Schiffe bei Niedrigwasser mehr Güter laden, die dann nicht mehr mit Lastwagen über unsere ohnehin schon überlasteten Straßen transportiert werden müssen. Insofern ist der Bundesverkehrswegeplan an dieser Stelle konsequent und zukunftsweisend“, lobt Läckes das Vorhaben.

 

„Die Häfen in Neuss, Düsseldorf, Krefeld oder Emmerich unterstreichen die Bedeutung des Logistik-Themas für unseren Planungsraum. NRW ist das Binnenschifffahrts- und Binnenhafenland Nummer eins, und dem muss Rechnung getragen werden“, erklärt Läckes. Aus Sicht der CDU-Regionalratsfraktion reicht die Rheinvertiefung allerdings nicht aus. „Der gezielte Ausbau und die bedarfsgerechte Ausweisung von Hafenflächen sowie die Verbesserung der Anbindung der Häfen an die öffentlichen Verkehrswege müssen außerdem vorangetrieben werden, um den nachhaltigen Gütertransport auf dem Wasser wirkungsvoll zu flankieren“, mahnt Läckes. Für die CDU müssen in diesem Bereich die Planungsgrundlagen geschaffen werden. Sonst verabschiede man sich von der Chance Logistik-Betriebe anzusiedeln und der Niederrhein werde so zum bloßen Transitland.

 

„Wer den Transport stärker von der Straße auf den Wasserweg verlagern möchte, muss auch die Grundlagen dafür schaffen. Es nützt wenig, leistungsfähige Häfen zu besitzen, wenn die Infrastruktur nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Dinge ist und nicht genug Umschlagkapazitäten zur Verfügung stehen. Nur der Wasserweg kann unsere Fernstraßen von zusätzlichen Staus entlasten“, beschreibt Läckes die CDU-Position.

13.02.2017