Rhein-Ruhr-Express

Post aus dem Bundesverkehrsministerium in Berlin erhielt jetzt die Krefelder CDU-Stadtratsfraktion zum Thema "Rhein-Ruhr-Express (RRX)". Daraus ergibt sich, dass die von der CDU-Stadtratsfraktion Krefeld geforderte Anbindung Krefelds und des linken Niederrheins an den RRX weder in Berlin noch in Düsseldorf auf der Agenda der Maßnahmen zur Verbesserung der Schienen-Verkehrsinfrastruktur im Raum Krefeld und am linken Niederrhein stehen.

Dafür hat der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Krefeld, Ratsherr Jürgen Wettingfeld, kein Verständnis, der die Forderung, Krefeld an den geplanten RRX anzubinden, vielmehr bekräftigt: "Da der linke Niederrhein bislang immer noch nicht über eine adäquate Anbindung an den Fernverkehr verfügt, können diese Standortnachteile nur durch schnelle und hochwertige sowie möglichst fahrplansichere Zubringerverkehre zu den benachbarten Fernverkehrsnetzknoten kompensiert werden. Wie die langjährigen Erfahrungen mit dem RE 7 sowie dem RE 10 zeigen, ist diese Voraussetzung noch längst nicht erfüllt. Da mit der Liniennetz-Konzeption, in deren Rahmen die Region Niederrhein nicht abgebildet ist, sondern vielmehr sämtliche Linien auf der bereits jetzt schon hoch-belasteten Achse Duisburg-Düsseldorf verkehren sollen, ist Handlungsdruck gegeben. Die Netzkonzeption beinhaltet auch die Vorgabe, dass der RRX - analog zum aufgegebenem Projekt des Metrorapid - auf einem eigenen Netz fahren soll. Auch hier ist ein Handlungsdruck für die Region vorhanden. Weil die Überlegungen zum "Eisernen Rhein" ohnehin Streckenertüchtigungs- und bessere Lärmschutzmaßnahmen erforderlich machen würden, wäre ein Ausbau im Zusammenhang mit einem RRX-Ast als Ersatz der Vorhandenen RE 11-Linie nahe liegend."

Mit anderen Worten: Wie in anderen Regionen des Metropolraumes Rhein-Ruhr sollte am Linken Niederrhein ein entsprechender Ast des zukünftigen RRX-Netzes für die standortstützende hochwertige Erschließung der Region Niederrhein sowie einer schnellen Anbindung an die Knoten des Fernverkehrsnetzes zur Verfügung stehen, wahrscheinlich als Ersatz der RE-Linie 11, "damit wir in Krefeld und am linken Niederrhein nicht den Anschluss an die Zukunft verpassen", so der Krefelder CDU-Politiker. Seine Fraktion habe sich mit dem Thema "RRX" "parteiübergreifend" an die Krefelder Bundes- und Landtagsabgeordneten sowie an die zuständigen Bundes- und Landesministerien gewandt, "um der ebenso begründeten wie berechtigten Forderung nach Einbeziehung der Region Mittlerer Niederrhein in das RRX-Netz den nötigen politischen Nachdruck zu verleihen". Außerdem werde man das Thema im sog. Bahngipfel thematisieren, der für den Herbst 2015 geplant sei. 

13.03.2015