Neue Ziele für die Region

"Neue Ziele für die Region - Regionalplan Düsseldorf" war das Thema des jüngsten Krefelder Dialogs der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Krefeld. Dazu konnten CDU-Fraktionschef Philibert Reuters, sein Stellvertreter Jürgen Wettingfeld und Regionalratsmitglied Manfred Läckes als sach- und fachkundigen Referenten und Diskussionspartner den Vorsitzenden des Regionalrates Düsseldorf und Landrat des Rhein-Kreises Neuss, Hans-Jürgen Petrauschke, im Muche-Saal der Volkshochschule Krefeld sowie ein interessiertes Publikum aus allen gesellschaftlichen Gruppen begrüßen.


Ziel sei ein neuer Regionalplan mit hoher Akzeptanz, der nachhaltig sein und Entwicklungsspielräume beinhalten müsse, beschrieb Hans-Jürgen Petrauschke die Marschrichtung für das weitere Verfahren bei der Beratung des Regionalplanentwurfs. Nachdem das offizielle Beteiligungsverfahren zum 31.03.2015 abgeschlossen werden konnte, gehe es nunmehr um die Regionale Abstimmung gemeinsamer Themen bzw. Kritikpunkte sowie um die Auswertung und Aufarbeitung der eingegangenen Stellungnahmen (rund 2.200) durch die Düsseldorfer Bezirksregierung. Dieser hätten die Fraktionen von CDU, SPD und FDP im Regionalrat Düsseldorf folgende "Hausaufgaben" mit auf den Weg gegeben: Die Regionalplanungsbehörde soll die folgenden Kriterien in das förmliche Verfahren einfließen lassen und strittige Punkte mit den Kommunen erörtern: Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse bei der Festlegung von Dichtewerten und bei bei der Weiterentwicklung kleinerer Ortsteile; keine Verhinderung von Ortsabrundungen durch regionale Grünzüge; Ausgewogenheit der Vorranggebiete für Windkraft; Überprüfung des Flächenrankings "in und um Düsseldorf"; Mitbetrachtung weiterer räumlicher Schnittstellen sowie weitere Punkte, insbesondere aus kommunaler Sicht.

Das gelte auch und insbesondere für zahlreiche "Krefelder Punkte", wie die Metropolregion Rheinland (hier begrüßt die Stadt Krefeld die Idee einer Metropolregion Rheinland und den Ausbau der interkommunalen Kooperation); die Erweiterung des Krefelder Hafens (Dabei utnerstützt die Stadt Krefeld die Initiative der IHK Mittlerer Niederrhein zur Erweiterung des Krefelder Hafens auf dem Gebiet der Stadt Meerbusch. Die einer Hafenerweiterung entgegenstehende Grünzugdarstellung auf Meerbuscher Stadtgebiet ist aus Sicht der Stadt Krefeld zu streichen. Die Stadt Krefeld schlägt vor, im Regionalplan südlich des FFH-Gebietes Latumer Bruch, d. h.  auf Meerbuscher Stadtgebiet, eine Straßenanbindung des Hafens an die A57 zu projektieren); Eiserner Rhein (Dazu schlägt die Stadt Krefeld vor, im Regionalplan eine Neubautrasse für den Eisernen Rhein zwischen Mönchengladbach und Duisburg zu projektieren. Sie spricht sich hierzu für eine Trasse entlang der A 52, die an Krefeld vorbeiführt, aus); Gewerbeflähenbedarfsbere<wbr />chnung (Die Bedarfsberechnung für Gewerbe ist aus Sicht der Stadt Krefeld nicht nachvollziehbar bzw. in Teilen fehlerhaft. Es wird ein zusätzlicher lokaler Bedarf von 180 ha eingefordert); Wohnflächenbeda<wbr />rfsberechnung (Für Wohnbauflächen wird eine Unterdeckung des lokalen Bedarfs von rund 20 Hektar bemängelt). 


Das Krefelder Regionalratsmitglied Manfred Läckes (CDU) will sich mit seinem Krefelder Kollegen Jürgen Hengst (SPD) "parteiübergreifend" dafür einsetzen, die die "Krefelder Punkte" in den Regionalplan Düsseldorf einfließen. 

13.06.2015