Marc Blondin: „Wagener hat die rote Linie überschritten und muss die CDU verlassen“

 

 

 Zur Ankündigung des Initiators des so genannten „Konservativen Kreises Krefeld (K3)“, eine Anzeigenkampagne gegen Bundestagskandidaten der CDU zu initiieren, erklärt Krefelds CDUKreisvorsitzender Marc Blondin: „Wer öffentlich ankündigt, alles dafür zu tun, dass die eigene Partei Wahlen verliert und dazu gezielt Kampagnen gegen demokratisch gewählte Kandidaten in Aussicht stellt, hat in unserer Union nichts mehr zu suchen. Herr Wagener hat damit die rote Linie eindeutig überschritten. Sein Verhalten verstößt erheblich gegen die Ordnung der Partei und ist parteischädigend. Ich fordere Herrn Wagener auf, binnen zwei Wochen seinen Austritt aus der CDU Deutschlands zu erklären. Anderenfalls werde ich unserem Kreisvorstand vorschlagen, in Abstimmung mit der CDU NRW ein Parteiordnungsverfahren gegen ihn auf den Weg zu bringen.

 

Die Bürger haben einen Anspruch darauf zu wissen, wer für die CDU und ihre Kandidaten auf allen Ebenen steht. Man kann nicht halb in einer Partei sein und halb offen gegen sie arbeiten. Deutschland ist ein Land mit einer weltweit einzigartigen innerparteilichen Demokratie. Sie hat mit Artikel 21 des Grundgesetzes sogar Verfassungsrang. Dazu gehören auch offene und zulässigerweise kontrovers geführte Diskussionen innerhalb der Partei. Aber gleichzeitig gehört auch das Mehrheitsprinzip zum Wesen der innerparteilichen Demokratie. Es ist daher selbstverständlich, Mehrheitsentscheidungen in der Sache und zu Personen zu akzeptieren. Dass die nach eigenen Angaben überregional tätige Gruppe offenbar noch eine kleine dreistellige Unterstützerzahl bei Facebook hat, beeindruckt mich nicht. Soweit darunter auch einige Mitglieder der CDU Krefeld sind, weise ich vorsorglich darauf hin, dass Facebook-Nutzer auch ohne ihr eigenes Wissen und Wollen zu solchen Gruppen hinzugefügt werden können.

 

Mittlerweile hat eine Reihe von Personen die Gruppe auch bereits verlassen. Ich gehe davon aus, dass alle noch als Unterstützer geführten CDU-Mitglieder sich dem anschließen, seitdem offengelegt wurde, dass es Wagener darum geht, gegen die CDU zu arbeiten. Die CDU in Krefeld wird gemeinsam alle Kraft darauf verwenden, unsere Bundestagsabgeordneten Kerstin Radomski und Ansgar Heveling zu unterstützen. Krefeld hat mit ihnen engagierte Vertreter in Berlin, die sich als Mitglied des Haushaltsausschusses und Vorsitzender des Innenausschusses konsequent für die christdemokratische Sache einsetzen“.

04.12.2016