Krefelder Dialog. Das Krefelder Kleingartenwesen

Die Krefelder CDU-Ratsfraktion hat in der vergangenen Woche unter dem Motto „Krefelder Dialog“ zu einem Gedankenaustausch mit den Vertretern der Krefelder Kleingartenvereine eingeladen. Mit über 40 Vertretern aus den Vorständen der Vereine diskutierten die CDU-Vertreter und Mitarbeiter der Verwaltung über kleine Themen wie den Abtransport von Laub von der Anlage bis zur Notwendigkeit, das fast 30 Jahre alte Bundeskleingartengesetz zu erneuern.

Die Ratsfraktion hatte die organisierten Gartenfreunde in die Anlage des Gartenbauvereins „Rosengarten“ im Nordbezirk eingeladen, sich über die aktuellen Themen des Kleingartenwesens in Krefeld und auf Bundesebene auszutauschen. „Wir suchen den Dialog mit den Kleingartenvereinen, um Lob und Kritik der Kleingärtner in unsere politische Arbeit mitaufzunehmen. Der Austausch mit den Vorstandsvertretern ist eine liebgewonnene Tradition, die uns hilft, die Anliegen der über 4.200 Krefelder Familien, die einen Kleingarten in den Krefelder Stadtteilen bewirtschaften, aufzugreifen und zu vertreten,“ erklärte der Fraktionsvorsitzende der CDU, Philibert Reuters.

Über die aktuellen Themen des Krefelder Kleingartenwesens informierte der Beigeordnete Thomas Visser, der für den Fachbereich Grünflächen zuständig ist. Besonders gut aufgenommen wurde seine Nachricht, dass der Jugendhilfeausschuss in der letzten Woche gut 70.000 Euro für die Verbesserung von Spielplätzen in Kleingartenanlagen bewilligt hat.

Der Kleingartenbeauftragte der CDU-Ratsfraktion, Wolfgang Hildach, informiert über den aktuellen Stand des sogenannten Bundeskleingartengesetzes, dass die Schaffung und den Betrieb von Kleingärten regelt. „Das Gesetz ist aus dem Jahr 1989 und nicht mehr zeitgemäß. Mit der Neubildung der Bundesregierung erhoffen wir uns auch eine Novellierung des Gesetzes, um die modernen Anforderungen an Schrebergärten auch gesetzlich zu verankern“, erklärte er. Auch warb er dafür, dass auf kommunaler Ebene die Garten- und Bauordnung aktualisiert werden müsse. „Eine solche Initiative muss allerdings aus der Mitte der Kleingärtner und des Stadtverbandes der Kleingärtner kommen. Die Politik ist auf die Praktiker angewiesen, wenn es eine neue Verordnung geben soll, die den tatsächlichen Ansprüchen des Kleingartenwesens entsprechen soll. Auch muss eine solche Ordnung für das Zusammenleben gewisse Leitplanken geben, damit sich nicht jeder das größte Schwimmbecken oder Trampolin in die Laube stellt“, so Hildach.

In der anschließenden Diskussion war es den anwesenden Kleingärtnern vor allem wichtig, die alltäglichen Probleme zu lösen. Sei es der Neubau von Spielgeräten, Dauerparken von Campern oder das Vorhalten von Toilettenanlagen.

13.03.2018