Kandidaten für die Europawahl stellen sich bei der CDU Krefeld vor

Die Europawahl im Mai kommenden Jahres wirft ihr Licht voraus: Als ersten CDU-Kreisverband am Niederrhein besuchten die drei regionalen Unionsbewerber um ein Mandat im EUParlament nun die Parteifreunde in Krefeld. Kreisvorstand und Vorsitzendenkonferenz der Christdemokraten nahmen die drei Bewerber Dr. Stefan Berger MdL, Dr. Andreas Hamacher und Christian Kremer in Augenschein und nutzen die Gelegenheit, mit ihnen zu diskutieren. Stefan Berger aus dem Kreis Viersen betonte in seinem Vortrag, die CDU müsse „als gestaltende Kraft gegen populistische Kräfte von rechts und links“ wirken. Daher gelte es, in der Europapolitik Impulse zu setzen. So brachte Berger die Gründung einer gemeinsamen europäischen Armee ins Gespräch und forderte, „dass die EU in der Außenpolitik endlich mit einer gemeinsamen Stimme spricht“. Darüber hinaus sprach sich der Kandidat gegen ein Dieselfahrverbot aus und warnte vor einer Infragestellung des Meisterbriefs im Handwerk, der „sich in unserem BIldungssystem bewährt“ habe. Andreas Hamacher, der dem Kreisverband Neuss angehört, nannte die Europäische Union „ein Projekt für Frieden, Freiheit und Sicherheit“. Die EU müsse aber „wieder näher an die Menschen heranrücken“ und klarmachen, was „ihr Mehrwert“ sei. Hamacher kritisierte die Europäische Datenschutzgrundverordnung, deren Bestimmungen kleinere und mittlere Unternehmen vor unerfüllbare Anforderungen stellten. In anderen Bereichen brauche man dagegen „mehr Europa“, zum Beispiel mit Blick auf das belgische Kernkraftwerke Tihange, gegen das die EU „im Interesse des Gesundheitsschutzes“ Kompetenzen zum Einschreiten erhalten müsse. Christian Kremer aus dem Kreis Kleve betonte, die entscheidende Herausforderung für die Europäische Union liege in den nächsten Jahren beim Thema Sicherheit. Probleme auf diesem Gebiet seien nach Meinung der EU-Bürger vorrangig anzupacken. Kremer empfahl, Flüchtlingen stärker „in ihren Herkunftsländern zu helfen“ und „das Thema Seenotrettung von der Frage des Zugangs nach Europa“ zu trennen. Es sei nicht vertretbar, „Personen ohne Identitätsdokumente in die EU einreisen zu lassen“. Zudem sprach er sich für einen Rückbau der „Strukturförderung mit der Gießkanne“ und für Kürzungen bei Agrarsubventionen für Großbetriebe aus. Die CDU am Niederrhein plant, die Entscheidung über ihren Europakandidaten auf einer Bezirksversammlung Ende Juni zu treffen. Die Landesliste der CDU-NRW für die Europawahl soll auf einer Landesvertreterversammlung im November aufgestellt werden. 

15.03.2018