JU startet "Cooltour 2015" im stups-Kinderzentrum Krefeld


„Leben und Lebensschutz“ – unter diesem Oberbegriff stand die diesjährige „Cooltour“ des Bezirksverbandes Niederrhein der Jungen Union: Rund 50 Mitglieder der JU aus Krefeld, Mönchengladbach, den Kreisen Kleve, Neuss, Viersen und Wesel begannen das Info-Wochenende am vergangenen Samstag um 9 Uhr im stups-Kinderzentrum der DRK-Schwesternschaft Krefeld. Der Hintergrund: Der Bezirksverband hatte einen Antrag zu diesem Thema beim NRW-Tag 2014 eingereicht, er soll in diesem Jahr weiter diskutiert werden. Besonderer Gast der JU waren der Krefelder CDU-Oberbürgermeister-Kandidat, Peter Vermeulen, und der Landesvorsitzende der Jungen Union NRW, Florian Braun.

Beim Startpunkt in Krefeld ging es um die Hospizarbeit für Kinder und Erwachsene: Teil des Kinderzentrums ist ein stationäres Kinderhospiz (die „Pflege auf Zeit“). Die Leiterin des Kinderzentrums, Nancy Gasper, und die Oberin der DRK-Schwesternschaft Krefeld, Karin Meincke, stellten die Arbeit dort mit den kleinen „Ausflüglern“ vor. Ebenso informierte Karin Meincke aber auch über das Hospiz für Erwachsene am Blumenplatz – sie ist ebenfalls Vorsitzende der Hospiz-Stiftung. Weiterer Referent war der Krefelder Arzt Dr. Achim Thater (Facharzt für Anästhesie und Experte für Schmerz- und Chirotherapie und qualifizierter Palliativ-Arzt) über die „spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung (SPAV).

Die Besucher interessierten sich sehr für die Abläufe und Hintergründe der Hospiz-Arbeit, dazu kamen ebenso Fragen zum Thema  „aktive oder passive Sterbehilfe“ – eine Diskussion, die derzeit ja in Deutschland in verschiedenen Formen geführt wird. Dr. Thater wies etwa daraufhin, dass über das Netzwerk der spezialisierten ambulanten Palliativ-Versorgung Menschen in einen weitgehend schmerzfreien Zustand gebracht werden können. Er informierte auch über Aspekte der Behandlung mit Morphinen. Thomas Selders, der JU-Bezirksvorsitzende, erklärte, warum die JU sich mit dem Thema beschäftige: „Leben und Lebensschutz sind wichtig, die Sterbehilfe-Diskussion beginnt auch schon am Lebensbeginn. Es ist gut, sich damit heute zu beschäftigen und diese Erkenntnisse als Impulse in die künftige Diskussion beim NRW-Tag einzubringen“. Bei einer spontanen Spendensammlung kamen im Anschluss an den Vortrag 217,- Euro zusammen. Im Anschluss an den mehr als zweistündigen Besuch fuhren die JUler im Rahmen ihrer insgesamt zweitägigen „Cooltour“ zu verschiedenen Stationen in Mönchengladbach. Der Abschluss der Cooltour fand am Sonntag in den Räumlichkeiten der Kreishandwerkerschaft mit dem Niederrheintag statt. Dort stand die Wahl von Delegierten zum Deutschlandtag der Jungen Union Deutschlands an. Zusammen mit acht weiteren Delegierten vom Niederrhein wird der Krefelder JU-Kreisvorsitzende, Tobias Stümges, seinen Kreisverband vom 16. bis 18. Oktober in Hamburg vertreten. Stümges wurde zudem durch den Bezirksverband als Ersatzdeutschlandrat nominiert. Im Rahmen des diesjährigen JU NRW-Tags vom 19. bis 20. September 2015 in Duisburg wird dieses Mandat gewählt. Der Vertreter des Niederrheins für den Deutschlandrat, Sven Ladeck, aus Kaarst wurde ebenfalls einstimmig nominiert. Der Deutschlandrat entscheidet zwischen den Deutschlandtagen über grundsätzliche politische Fragen. Er setzt sich aus 42 Delegierten der Landesverbände, dem Bundesvorstand sowie dem Bundesvorsitzenden der Schüler Union zusammen.
 
Im Bild: Besuchten am vergangenen Samstag gemeinsam das stups-Kinderzentrum v.l.: Simon Schmitz (Kreisvorsitzender der JU Mönchengladbach, Sven Ladeck (JU Deutschlandrat), Tobias Stümges (Kreisvorsitzender der JU Krefeld), Peter Vermeulen (Krefelder CDU OB-Kandidat), Dr. Martin Plum (JU Bundesvorstandsmitglied), Thomas Selders (JU Bezirksvorsitzender Niederrhein) und Florian Braun (JU Landesvorsitzender NRW)

29.04.2015