In den Krefelder Haushalten 2017 und 2018 fehlen plötzlich 16 Mio. Euro

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Philibert Reuters hat im Finanzausschuss der Stadt Krefeld bei den städtischen Finanzen die Euphoriebremse gedrückt. „Der allgemeine Jubel um viele neue Millionen für den Stadthaushalt muss etwas gedämpft werden, angesichts der von der Stadtverwaltung aktuell vorgelegten Haushalts-Zahlen. In 2017 bleiben nach Rechnungsabschluss noch rund 4 statt 16,5 Mio. Euro übrig, und das geplante Defizit im Haushalt 2018 wurde von 11 auf 14,5 Mio. Euro erhöht. Damit fehlen plötzlich 16 Mio. Euro in den Haushalten 2017 und 2018“, kritisierte Reuters in der Sitzung.

Zur kommenden Ratssitzung am Donnerstag in dieser Woche wird die Stadtverwaltung ihren Jahresabschluss 2017 vorstellen. Statt von einem Überschuss von 16,5 geht die Stadtverwaltung nur noch von einem Überschuss von 4 Mio. Euro aus. Auch für das Jahr 2018 wurde ein höheres Defizit prognostiziert, auch wenn die Prognose auf Grundlage der Märzzahlen oft fehleranfällig ist. Die neuen Zahlen nahm Reuters zum Anlass, in der Ausschusssitzung zur weiteren Vorsicht bei dem allzu vorschnellen „Raus aus den Miesen“ zu mahnen. „Es war vom Oberbürgermeister sicher etwas vorschnell, sich mit einem dicken Millionenplus zu brüsten. Die Stadt Krefeld kann mit mehr Einnahmen zwar planen, aber dies sollte weiter maßvoll geschehen, anstatt Erwartungen zu wecken, die möglicherweise hinterher nicht umgesetzt werden können“, mahnt Reuters.

03.07.2018