Haus der Parlamentsgeschichte

Im "Haus der Parlamentsgeschichte", das sich unweit des Landtages in der Villa Horion am Johannes-Rau-Platz in Düsseldorf befindet, gingen Mitglieder und Gäste der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) der CDU Krefeld unter Leitung des KPV-Kreisvorsitzenden Manfred Läckes und in Begleitung der Krefelder Landtagsabgeordneten Britta Oellers (CDU) auf eine Zeitreise durch über 70 Jahre der nordrheinwestfälischen Landtags- und Landesgeschichte - von der Geburtsstunde Nordrhein-Westfalens im Jahr 1946 bis in die Gegenwart. Der Historiker Dr. Wolfgang Gärtner führte die Gäste aus Krefeld sehr sach- und fachkundig durch das "Haus der Parlamentsgeschichte", das im Oktober 2016 eröffnet wurde. Dabei versetzte der frühere Mitarbeiter des Landtages Nordrhein-Westfalen die Besucherinnen und Besucher im "Haus der Parlamentsgeschichte" an die vier Orte zurück, an denen das Landesparlament seit 1946 getagt hat: das Düsseldorfer Opernhaus, in dem am 2. Oktober 1946 die erste Sitzung stattfand, die Henkel-Werke in Düsseldorf-Holthausen, in denen die Abgeordneten von November 1946 bis Februar 1949 tagten, das Ständehaus am Schwanenspiegel, der erste ständige Sitz von März 1949 bis Oktober 1988, der neue Landtag am Rheinufer, der am 2. Oktober 1988 eröffnet wurde. Originale Radio- und Fernsehbeiträge sowie Möbel und Exponate aus den vergangenen sieben Jahrzehnten lassen die Geschichte für die Besucher/innen wieder lebendig werden. Die Ausstellung gibt Einblicke in die Arbeit der Abgeordneten. Sie zeigt, wie rasant sich die Rahmenbedingungen für Politik und Politiker seit den provisorischen Aufbaujahren geändert haben. Und sie stellt die politischen Akteure vor. Die Führung endet im ehemaligen Kabinettsaal der Landesregierung. Die Villa Horion war von 1961 bis 1999 Amtssitz der vier Ministerpräsidenten Dr. Franz Meyers, Heinz Kühn, Johannes Rau und Wolfgang Clement. KPV-Kreisvorsitzender Manfred Läckes bedankte sich für die "sehr eindrucksvolle und interessante Führung" durch das "Haus der Parlamentsgeschichte". Gleichzeitig begrüßte der CDU-Politiker die jüngste Entscheidung des Landtages Nordrhein-Westfalen, das "Haus der Parlamentsgeschichte" zu einem "Haus der Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen" weiterentwickeln zu wollen. Britta Oellers MdL ergänzte dazu: Es sei das „gemeinsame Ziel von Landtag und Landesregierung, das Geschichtsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger, ihr Verständnis für das politische, das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Nordrhein-Westfalen parteipolitisch neutral und zugleich auf der Höhe der wissenschaftlichen Forschung zu fördern“, wie es in einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU, SPD, FDP und Grünen heiße. Eine Gruppe aus wissenschaftlichen Expertinnen und Experten solle mit Museen, Instituten sowie wissenschaftlichen Lehrstühlen zusammenarbeiten. Zu ihren Aufgaben gehöre die Entwicklung eines Konzepts für ein „Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalens“ als Verbindung von Forschungsinstitut und Museum. Das bereits bestehende „Haus der Parlamentsgeschichte“ könne Grundlage und eigenständiger Bestandteil sein. 

12.03.2018