Glockenspitzhalle bleibt vorerst Notunterkunft für Flüchtlinge

Für die Unterbringung von Flüchtlingen muss die Glockenspitzhalle auch über das Ende der Sommerferien hinaus genutzt werden – und zwar zunächst bis Mitte Oktober. Das hat die Bezirksregierung Düsseldorf jetzt der Stadt Krefeld in einem Schreiben mit Datum 7. August 2015 unter der Überschrift „Amtshilfe zur Geflüchtetenunterbringung“ mitgeteilt. Wörtlich heißt es: „Die aktuelle Lage ist weiterhin durch so hohe Zugangszahlen neuankommender Geflüchteter gekennzeichnet, dass ich gezwungen bin, die in Amtshilfe geschaffenen Kapazitäten aufrecht zu erhalten. Daher halte ich mein Amtshilfeersuchen gemäß §§ 4 ff. Verwaltungsverfahrensgesetz NRW aufrecht und fordere Sie auf, die Unterbringungsmöglichkeiten für 150 geflüchtete Menschen zunächst bis zum 15. Oktober 2015 sicherzustellen.“ Obwohl man derzeit an Lösungen arbeite, die Notunterkünfte in kommunaler Amtshilfe entbehrlich werden zu lassen, habe sich die Situation noch nicht entschärft. Die Disposition solle auch dazu dienen, den Kommunen „einen gewissen Planungshorizont“ zu geben, so die Bezirksregierung. 

Dazu erklärt die Integrationsbeauftragte der Krefelder CDU-Stadtratsfraktion, Ratsfrau Simone Roemer (Foto), die auch Mitglied der Flüchtlingskonferenz der Stadt Krefeld ist: "Die Mitteilung der Bezirksregierung Düsseldorf zeigt, dass wir auf Landes- und Bundesebene dringend mehr zentrale Erstaufnahmeeinrichtungen brauchen, die durch den Bund und das Land NRW ebenso dringend geschaffen werden müssen, wie es erforderlich ist, die Asylverfahren in den zentralen Aufnahmeeinrichtungen zu beschleunigen und Albanien, den Kosovo und Montenegro zu sog. sicheren Herkunftsländern zu erklären. Nur so könne die dringend notwendige Entlastung für die betroffenen Kommunen - so auch für Krefeld - erfolgen, auch um weitere Flüchtlinge aus den Krisengebieten des Iraks und Syriens aufnehmen zu können.  

 

 

07.08.2015