Der Niederrhein wird beim Nahverkehr abgehängt - CDU Fraktion und JU Krefeld und Tönisvorst schreiben Brief an VRR

Auf Initiative der Jungen Union (JU) aus Krefeld und Tönisvorst zusammen mit der stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden aus Krefeld und Landtagskandidatin für Krefeld sowie Tönisvorst , Britta Oellers, äußern die Christdemokraten Ihren Unmut über die aktuellen Verhältnisse für Bahnpendler vom Niederrhein. „Der neue Regionalexpress 11 hängt den Niederrhein vom östlichen Ruhrgebiet ab. Darüber hinaus häufen sich beim RE 10 Richtung Düsseldorf beziehungsweise Kleve weiterhin die Zugausfälle und Verspätungen“, erklärt Britta Oellers. 

Bis Dezember 2016 erfolgte der Zuglauf des Regionalexpresses der Linie 11 über Mönchengladbach, Viersen, Krefeld bis nach Hamm. Seit der Mitte Dezember erfolgten Fahrplanänderung verkehrt auf der Strecke ab Mönchengladbach nun die Regionalexpress-Linie 42, die jedoch ab Essen in Richtung Münster fährt. „Für die Bahnreisenden vom Niederrhein entfällt die Direktverbindung ins östliche Ruhrgebiet. Dazu kommt, dass man in Duisburg nun umsteigen muss. Dadurch verliert man mindestens 20 Minuten für die Fahrt vom Niederrhein bis in die Universitätsstädte Dortmund oder Bochum“, ärgert sich der stellvertretende Vorsitzender der JU in Tönisvorst, Patrick Heerdmann. 

Auch im Bereich der Regionalexpress-Linie 10 zwischen Kleve und Düsseldorf klagen viele Pendler weiterhin über Verspätungen und Zugausfälle. Nicht ohne Grund belegte der Niers-Express im letzten VRR-Qualitätsbericht für das Jahr 2016  bei der Pünktlichkeit einen der letzten Plätze. 

„Aufgrund der hohen Nachfrage in den Pendlerzeiten am Morgen und Abend sind die Züge zudem sehr stark ausgelastet, was die Fahrt auch nicht gerade bequem macht“, mahnt Tobias Stümges, JU-Chef aus Krefeld. 

In ihrem Anschreiben bitten die Christdemokraten nun um Informationen, aus welchen Gründen die Fahrplanänderung der Regionalexpress-Linie 11 vorgenommen wurde. Auch verlangen die Autoren des Briefs um Auskunft, wie der VRR die seit langen bekannten Probleme auf der Regionalexpress-Linie 10. „In ganz Deutschland fahren ICEs aus Krefeld-Uerdingen, aber der Niederrhein wird eher stiefmütterlich versorgt. Ein Vorschlag unsererseits, um die Situation zu verbessern, wäre die Umleitung des RE 11 von Düsseldorf nach Kassel über Krefeld“, erklärt Oellers abschließend.

31.03.2017