CDU zum Thema "Stadtumbau West 2.0"

Krefelder Dialog der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Krefeld zum Thema "Stadtumbau West 2.0". Dazu hatte die Krefelder CDU-Bezirksfraktion Krefeld-West in die "Alte Post" an der Steinstraße in Krefeld eingeladen, um mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Experten aus Rat und Verwaltung der Stadt Krefeld sowie der Krefelder Bürgerschaft über die Situation und die Entwicklungsmöglichkeiten in der westlichen Innenstadt von Krefeld zu diskutieren. Ziel sei es, wie der Vorsitzende der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Krefeld-West und Moderator, Dr. Hans-Josef Ruhland, zum Auftakt der Veranstaltung erklärte, neue Impulse für die Stadtentwicklung in der westlichen Innenstadt zu geben, um diese für Arbeiten, Leben und Wohnen im Sinne einer Quartiersaufwertung wieder attraktiver zu gestalten.


Die Vorsitzende des Kultur- und Denkmalausschusses der Stadt Krefeld, Ratsfrau Ingeborg Müllers, und der Vorsitzende des Ausschusses für Bauen, Wohnen und Mobilität der Stadt Krefeld, Ratsherr Jürgen Wettingfeld, beschrieben in ihren einführenden Statements die Problematik. Jahrzehnte lang sei die Wohngegend links und rechts der Marktstraße geprägt durch ein produktives Neben- und Miteinander von kleinen Läden und selbständigen Handwerkern. Dieses Bild habe mittlerweile große Risse bekommen. Leerstand von Ladenlokalen und Wegfall des Einzelhandels prägten zunehmend das Straßenbild. Hinzu kämen mangelnde Investitionen in die Bausubstanz, so dass zeitgemäßes Wohnen in vielen Fällen nicht möglich sei. Zurückzuführen sei dies zum Teil darauf, dass Hauseigentümer zu alt seien, zu wenig Anreize bestünden, Geld zu investieren oder Erbengemeinschaften sich nicht einigen könnten. So werde eine Renaissance der Krefelder Innenstadt niemals zu erreichen sein.

Deshalb reiche es aus Sicht der CDU nicht aus, Parkanlagen zu verschönern. Stadtumbau West müsse mehr bewirken. So müsse das Parkproblem gelöst werden. Ohne Quartiersgaragen oder -stellplätze falle es schwer, interessierte Bürger/innen, die auswärts arbeiten, für einen Umzug in die Krefelder Innenstadt zu gewinnen. Wer Krefeld 230000+ propagiere und erreichen wolle, der müsse mehr tun. Aus diesem Grund forderten die beiden CDU-Politiker die Initiierung eines Projektes, wie es die Montag-Stiftung an der Tannenstraße angestoßen habe. In der Stadtverwaltung Krefeld müsse es einen Kümmerer, einen Ansprechpartner geben, der zum einen von den Ideen und den Ergebnissen der Montag-Stiftung gelernt habe und zum anderen als Ansprechpartner und Vermittler zur Verfügung stehe. 

Noch könne man das Gebiet links und rechts der Marktstraße wieder beleben. Aus diesem Grunde wollen Ingeborg Müllers und Jürgen Wettingfeld andere Fraktionen, Bürgervereine, Nachbarschaften, Stadtverwaltung und Betroffene jeder Art ansprechen: „Wir können die Probleme nur gemeinsam lösen. Wer glaubt, alleine Großprojekte retten die Krefelder Wohngebiete entlang der Wälle, der denkt zu kurz.“ Stadtumbau West müsse fortgesetzt und intensiviert werden, eben "Stadtumbau West 2.0".

Im Anschluss daran informierte der Leiter des Fachbereichs Stadtplanung der Stadt Krefeld, Norbert Hudde, über den aktuellen Sach- und Bearbeitungsstand sowie über die weitere Vorgehensweise bei der Umsetzung des aktuellen Programms zum Stadtumbau West in Krefeld. Die Präsentation steht unter dem u.a. Link zur Verfügung:

https://drive.google.com/file/<wbr />d/<wbr />0BzS2i6RKwhwbTXFaS0VBcFprRmxvO<wbr />UhxRTdEWGU4Tjg0MHRB/view?usp=<wbr />sharing

Der Krefelder Architekt Ingolf Eberlein stellte in der Dialog-Veranstaltung der CDU ein konkretes Projekt an der Roßstraße vor, das beispielhaft sein könne. Die Präsentation steht unter dem u.a. Link zur Verfügung:

https://drive.google.com/file/<wbr />d/<wbr />0BzS2i6RKwhwbLTRZRmlZcFFoTTQ/<wbr />view?usp=sharing

Ingeborg Müllers und Jürgen Wettingfeld kündigten eine "zielorientierte Fortsetzung" des Krefelder Dialogs zum Thema "Stadtumbau West 2.0" an. Dabei wolle man auch auf die Erfahrungen der Montag-Stiftung zurück greifen, die im Vorfeld des Krefelder Dialogs der CDU das Angebot unterbreitet hatte, "im Herbst einmal im Kreis der Engagierten vor Ort eine gemeinsame Werkstattsitzung mit einem Erfahrungsaustausch und Diskussion von möglichen bürgerschaftlichen Mitwirkungsprozessen abzuhalten".

29.06.2015