CDU zum Thema "Seidenweberhaus"

Auf Anfrage der Rheinischen Post Krefeld hat der Stellv. Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Krefeld, Ratsherr Jürgen Wettingfeld zur Denkmalwürdigkeit des Seidenweberhauses wie folgt Stellung genommen:

Frage 1: Halten Sie das Seidenweberhaus für denkmalwürdig. Je nach Bewertung gerne mit Begründung.

Antwort: Wir halten das Seidenweberhaus nicht für denkmalwürdig.

Die CDU-Fraktion verfolgt bei der Diskussion zum Seidenweberhaus vier Ziele:

1. Krefeld braucht nach unserer Ansicht einen Veranstaltungsaal in der Größenordnung des Seidenweberhauses.

2. Dabei ist eine Lösung zu finden, die die finanziellen Möglichkeiten der Stadt und architektonische und stadtplanerische Aspekte  berücksichtigt.

3. Eine Lösung muss eine stadtplanerische attraktive Lösung für den Theaterplatz beinhalten. Dabei ist der Gesamtkomplex Theaterplatz auch in Zusammenhang mit den Neubauplänen der „Sparkasse“ im Bereich St- Anton-Straße zu sehen.

4. Wir wollen die beste Lösung in Zusammenarbeit und in Diskussion mit den Bürgern erarbeiten. Dies kann eine Sanierung aber auch ein Neubau sein.

Frage 2: Welche Konsequenzen hat es Ihrer Meinung nach, wenn das Seidenweberhaus Denkmalschutz erhält? Kann die Stadt profitieren? Stellt das Haus dann eine Entwicklungsbremse dar?

Antwort:

Nach unserer Auffassung kann die Stadt davon nicht profitieren. Der geplante Dialog mit den Bürgern ab September wird ad absurdum geführt, da der Dialog dann von den Vorgaben des Denkmalschutzes überlagert würde. Dieser Dialog wurde in den vorrangegangenen Entscheidungen im Bauausschuss von allen Fraktionen und Mitgliedern einmütig gewollt und begrüßt!

Die Frage des Denkmalschutzes betrifft nicht nur die Fassade, sondern auch die Innenräume. Kann der Innenraum dann so ohne weiteres barrierefrei gemacht werden? Kann die Veranstaltungstechnik so ohne weiteres geändert werden? Können wir dann so ohne weiteres die dringend anstehenden Maßnahmen durchführen, damit das Seidenweberhaus auch für den Zeitraum bis 2020 bespielbar ist?  Eine Beantwortung und Klärung dieser Fragen und es werden sich dann noch viele weitere Fragen ergeben, verzögert den ganzen Planungsprozess. Für die Stadt Krefeld und seine Bürger stellt dieser Vorschlag eine Entwicklungsbremse dar.

Der RP-Bericht vom 01.07.2015 ist als Anhang beigefügt.

01.07.2015