CDU zum Thema "Radschnellweg Ruhr - RS 1"

Im Rahmen eines Besuchs beim Regionalverband Ruhr (RVR) in Essen ließen sich die Mobilitätsexperten der Krefelder CDU-Stadtratsfraktion über den Stand der Planung und der Realisierung des Radschnellwegs Ruhr (RS 1) informieren. Als Gesprächspartner stand den CDU-Poltikern Jürgen Wettingfeld (Vorsitzender des Ausschusses für Bauen, Wohnen und Mobilität), Manfred Läckes (CDU-Sprecher im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Mobilität) und Ingeborg Müllers (CDU-Fahrradbeauftragte) der Leiter des Bereichs Planung des RVR, Martin Tönnes, der auch stellv. Verbandsdirektor des RVR ist, zur Verfügung. Der Experte des RVR erläuterte seinen Besuchern aus Krefeld, dass am westlichen Rheinufer der Radschnellweg Ruhr (RS1) an der Hochfelder Eisenbahnbrücke beginnt, wobei die historischen Brückentürme als symbolträchtige Landmarken die eisenbahngeschichtliche Bedeutung der ehemaligen Rheinischen Bahn markieren. Geplant sei - so Martin Tönnes - die Querung des Rheins zum westlichen Ufer, beispielsweise durch Anlegung eines breiteren Steges auf der Nordseite der Brücke, um eine hochwertige Anbindung in Richtung Krefeld und der Städte Moers und Kamp-Lintfort herzustellen.

 

 

 

Die vorliegenden Planungen für den RS1 schaffen mit der Rheinbrücke eine herausragende Voraussetzung für die Anbindung der linksrheinischen <wbr />Stadtteile Duisburgs und des Kreises Wesel als Mitgliedskommune des RVR. Gleichzeitig habe der RVR aber auch im Rahmen der Machbarkeitsstudie für den Radschnellweg Ruhr eine Trassenoption zur Anbindung der Stadt Krefeld berücksichtigt und dargestellt. Eine hochwertige Radverkehrsanbindung auf der linksrheinischen Seite könnte demnach in Rheinhausen über Nebenstraßen bis zur Friedrich-Alfred-Straße und von dort durch Parkanlagen bis zum Herkenweg geführt, anschließend weiter in Richtung Nordwesten über Nebenstraßen und die Lange Straße bis zur Moerser Straße. Von dort kann eine Anbindung nach Westen über die Stadtgrenze auf die Düsseldorfer Straße in Moers erfolgen. Nördlich der Autobahnunterführung A40 werde sie über die Venloer Straße und die Krefelder Straße um die Moerser Innenstadt herumgeführt. Die Innenstadt von Moers sei über geeignete Radverkehrsanlagen anzubinden. Auf der Kamper Straße werde sie bis zum Autobahnkreuz A42/A57 geführt, von dort über die Stadtgrenze auf der Haarbeckstraße zum Ortseingang von Kamp-Lintfort. In Kamp-Lintfort wird die Innenstadt (Moerser Straße) über die Eberstraße angebunden. Die Gesamtlänge der Anbindung von der Rheinbrücke bis in die Innenstadt von Kamp-Lintfort betrage gut 20 km (Luftlinie 17 km), so Martin Tönnes.

 

 

 

Die mit den Städten Moers und Kamp-Lintfort abgestimmte Trassenführung seien bereits Bestandteil des Radverkehrsnetzes NRW, das punktuell zu qualifizieren sei, um eine zügige und sichere Befahrbarkeit zu gewährleisten. Auf einigen Abschnitten gebe es Defizite  durch schadhafte Decken der Radverkehrsanlagen (Schlaglöcher, Bruchstellen durch Baumwurzeln, herausstehende Kanaldeckel etc.). Insbesondere seien Querungssituationen und Knotenpunkte für den Radverkehr zu optimieren (Markierungsarbeiten an Furten; Überprüfung und Optimierung der Warte- und Grünzeiten zugunsten des Radfahrers an LSA).

 

 

 

In der Machbarkeitsstudie für den Radschnellweg Ruhr wird auch eine Anbindung der Stadt Krefeld optional dargestellt. Diese könnte von der Hochfelder Rheinbrücke aus südseitig der Bahn, weiter über Dahlingstraße und Rheinuferstraße nach Südwesten bis zum Uerdinger Zentrum erfolgen.

 

Die Krefelder CDU-Politiker kündigten nach dem Informationsbesuch beim RVR in Essen eine Initiative in den zuständigen Gremien des Rates der Stadt Krefeld an, mit der sie erreichen wollen, dass Krefeld im Anschluss an die vorliegende Machbarkeitsstudie in die konkrete Abstimmung einer Trasse in Richtung Krefeld eintreten möge, nachdem mit den Städten Moers und Kamp-Lintfort bereits eine Trasse für die Weiterführung des RS 1 auf das linksrheinische Gebiet erfolgt sei. "Wir dürfen hier nicht den Anschluss verpassen, wenn wir die Fahrradmobilität mit all den Vorzügen, die der Radschnellweg bietet, verbessern wollen", befanden die CDU-Ratspolitiker, die ihrem Anliegen mit einem Antrag an der Ausschuss für Bauen, Wohnen und Mobilität der Stadt Krefeld den nötigen Nachdruck verleihen wollen.

 

05.08.2016