CDU zum Thema "Prostitution"

"Das ist politische Schaumschlägerei", stellen Walter Fasbender, CDU-Sprecher im Ausschuss für Verwaltung, Vergabe, Ordnung und Sicherheit, und Daniel Wingender, Vorsitzender der CDU-Bezirksfraktion Süd, zum Antrag der SPD zum Thema "Straßenstrich im Südbezirk" fest. 

 

Dabei verweisen die beiden CDU-Politiker auf den Pressedienst der Stadt Krefeld vom 13.10.2016 (siehe unten), dem zu entnehmen ist, dass die beim Treffen mit den Anwohnern gewonnenen Eindrücke sowie Inhalte aus Gesprächen der Verwaltung mit der Polizei Krefeld und der Bezirksregierung Düsseldorf nun in einer Vorlage zusammengefasst, die der Politik am 27. Oktober 2016 im Ausschuss für Verwaltung, Vergabe, Ordnung und Sicherheit vorgelegt wird. Ziel ist eine grundsätzliche und abgestimmte Meinungsbildung zwischen Verwaltung und Politik, um die Zustände vor Ort zu verbessern.



"Das begrüßen und unterstützen wir ausdrücklich. Das zeigt aber auch, dass der Antrag der SPD völlig überflüssig ist", stellen 
die beiden CDU-Politiker fest, die an dem Treffen der Verwaltung mit den Anwohnern ebenso teilgenommen haben, wie der antragstellende SPD-Sprecher Hans Butzen, der sich offenbar nach längerer Untätigkeit in der Sache mal wieder wichtig machen wolle. 

 

Nicht unerwähnt bleiben darf in diesem Zusammenhang die wichtige Arbeit der "Interfraktionellen Runde", die sich unter Beteiligung von Vertreter/innen aus Rat und Verwaltung der Stadt Krefeld und des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SkF) mit allen wesentlichen Aspekten - auch den menschlichen und sozialen Fragen und Problemen - der Prostitution befasse, betonen die beiden CDU-Politiker. Für die CDU-Ratsfraktion arbeiten darin neben den Ratsfrauen anderer Fraktionen deren Ratsfrauen Britta Oellers und Simone Roemer mit. So seien auf Initiative dieser "Interfraktionellen Runde" in den städtischen Haushalt 32.000 Euro eingestellt worden, mit denen eine halbe Stelle für die Prostituiertenhilfe beim SkF eingerichtet und besetzt worden sei. Die Mitarbeiterin fahre u.a. Einsätze mit der Polizei im Bereich der Wohnungs- und Straßenprostitution. In einem Wohnmobil, das vom SkF in Eigenleistung und mit Spendengeldern angeschafft worden sei, finde in Zusammenarbeit mit der Aidskoordinatorin der Stadt Krefeld vor Ort eine Erstberatung von Prostituierten u.a. zur sexuellen Gesundheit statt. Dabei werden die Prostituierten auch angehalten, Lärmbelästigungen und Vermüllungen zu unterlassen. 



Aus dem Pressedienst der Stadt Krefeld - 197/2016 012 13. Oktober 2016


Straßenstrich: Informationsaustausch mit den Anwohnern


Der Fachbereich Ordnung der Stadt Krefeld hat in Sachen Straßenprostitution im Bereich um die Ritter- und Neue Ritterstraße zu einem Informationsaustausch mit den Anwohnern eingeladen. Knapp 30 interessierte Bürger waren der Einladung gefolgt und trugen ihre Eindrücke vor. So beklagten sich Anwohner insbesondere über vermehrte Vermüllung und Lärm. Sie nannten zudem ein dauerhaftes Angstgefühl. Diese Eindrücke sowie Inhalte aus Gesprächen der Verwaltung mit der Polizei Krefeld und der Bezirksregierung Düsseldorf werden nun in einer Vorlage zusammengefasst, die der Politik am 27. Oktober im Ausschuss für Verwaltung, Vergabe, Ordnung und Sicherheit vorgelegt wird. Ziel ist eine grundsätzliche und abgestimmte Meinungsbildung zwischen Verwaltung und Politik, um die Zustände vor Ort zu verbessern.

Wie bisher kontrolliert der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) insbesondere an der Ritterstraße und dem Dießemer Bruch den zeitlich eingerichteten Sperrbezirk im Rahmen seiner dienstlichen Möglichkeit mindestens zweimal täglich in den Abend- und Nachtstunden. Die Prostituierten halten sich im Allgemeinen an die Sperrbezirksverordnung und an die entsprechenden Sperrstunden von 6 bis 22 Uhr. 

20.10.2016