CDU zum Thema "Prostitution"

"Gleichgültigkeit, Ignoranz und Tatenlosigkeit," wirft Simone Roemer, Mitglied des Rates der Stadt Krefeld und des interfraktionellen Runden Tisches zum Thema „Prostitution“, den zuständigen Dienststellen der Stadtverwaltung Krefeld angesichts der "unhaltbaren, unwürdigen und unmenschlichen Missstände", die bei der Wohnungsprostitution in Krefeld festzustellen seien, vor. Die CDU-Politikerin bezieht sich dabei auf die öffentliche Kritik des Krefelder Polizeipräsidenten Rainer Furth an dem "massiven Problem der Wohnungsbordelle zwischen der ‚Alte Linner Straße‘ und Seidenstraße".

 

Simone Roemer: „In einer interfraktionellen Runde, in der Frauen aller Parteien zusammenarbeiten, wurde der Stadtverwaltung Krefeld eindrücklich geschildert, wie grauenhaft die Situation der Prostituierten in den Wohnungen ist. Sogar der WDR hat darüber berichtet und trotzdem wird die Stadtverwaltung Krefeld nicht tätig. Das grenzt für mich an unterlassene Hilfeleistung. Mitten in unserer Stadt verrichten die Frauen ihren Dienst unter unwürdigen gesundheitlichen, hygienischen und sozialen Bedingungen in Wohnungen und bordellähnlichen Betrieben.

 

Simone Roemer, die sich vor ca. zwei Jahren von der Situation vor Ort ein Bild gemacht hat, ist geschockt, dass sich die Situation offensichtlich immer noch nicht verbessert hat. Dass die Stadt Krefeld, und an deren Spitze deren Oberbürgermeister, das zulasse und dies nicht unterbinde, sei "ein Skandal", zumal die Stadt Krefeld über das Bau- und Gewerberecht Einflussmöglichkeiten auf die Szene habe und es möglich sei, die "unhaltbaren Zustände in der Wohnungsprostitution in Krefeld" durch zusätzliche Kontrollen zu unterbinden und damit zu verhindern. Es sei sehr bedauerlich, dass sich die Stadtverwaltung Krefeld dazu offenbar nicht bereit oder in der Lage sehe, erklärte die CDU-Politikerin.

06.12.2016