CDU zum Thema "Bundesverkehrswegeplan"

"Bei der Krefelder SPD vermissen wir den Kampfgeist, der notwendig ist, um unsere verkehrspolitischen Ziele beim Bund und beim Land NRW durchzusetzen", kritisiert der CDU-Verkehrsexperte Manfred Läckes (Foto), der auch Mitglied des Regionalrates Düsseldorf ist, seine SPD-Ratskollegen Gabi Schock und Jürgen Hengst. Das gelte insbesondere für deren "laue Haltung" zur Trassenführung für den "Eisernen Rhein". Den von Schock und Hengst offenbar akzeptierten "Status quo" dürfe Krefeld nicht so einfach hinnehmen, "wie dies offensichtlich die beiden SPD-Politiker gemäß ihren Äußerungen tun". Manfred Läckes fordert daher  "mehr politisches Engagement für die rund 80.000 Menschen in Krefeld, "die tagtäglich in zunehmendem Maße durch den Güterverkehr auf der Strecke des Eisernen Rheins in unerträglicher Weise belastet werden".



Manfred Läckes erinnert an den mit großer Mehrheit gefassten Beschluss des Rates der Stadt Krefeld, in dem verlangt wird, dass der Eiserne Rhein über eine neue Trasse entlang der Autobahn  A 52 mit einer entsprechenden Entlastungswirkung für Krefeld geführt wird. Dass die Kollegen von der SPD diese gemeinsame Linie offenbar verlassen haben, ist für den CDU-Politiker "enttäuschend". Wenn Krefeld seine verkehrspolitischen Zielsetzungen erreichen wolle, "dann müssen wir alle an einem Strang ziehen", ist Manfred Läckes überzeugt: "Ansonsten können wir einpacken." Hierzu sei auch ein "regionaler Konsens" erforderlich, den die Krefelder SPD "leichtfertig aufs Spiel" setze, indem sie die sog. Viersener Kurve billigend in Kauf nehme, "die von unseren Nachbarn im Kreis Viersen strikt abgelehnt wird und die auch für Krefeld schlecht ist, weil der Schienengüterverkehr darüber direkt ins Herz der Stadt Krefeld geführt wird", wie der CDU-Politiker befürchtet. 


Mit der CDU im Kreis Viersen ist sich der Krefelder CDU-Politiker einig: "Es ist wichtig, dass der regionale Konsens dazu hergestellt wird und der Bund die Viersener Kurve aus dem Plan abschließend streicht." Ohne einen regionalen Konsens, werden wir keine Chance auf eine Verbesserung haben, für die sich der CDU-Politiker einsetzt. Die Zeit bis zur endgültigen Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplanes müsse genutzt werden, um im parlamentarischen Verfahren die Interessen der Region parteiübergreifend engagiert zu vertreten und durchzusetzen, fordert der CDU-Politiker, der daran erinnert, dass der Verkehrsausschuss des Regionalrates Düsseldorf am 14.04.2016 einstimmig - also auch mit den Stimmen der SPD - eine
 Neubewertung der drei Varianten des „Eisernen Rheins“ unter Berücksichtigung des tatsächlichen Güteraufkommens und der korrigierten Prognosewerte für das zu erwartende Güterverkehrsaufkommen Antwerpen/Zeebrugge – Ruhrgebiet inklusive der Überprüfung der Projektzuschnitte und -kosten gefordert habe. Zudem sollte auf die Viersener Verbindungskurve aus städtebaulichen und planungsrechtlichen Gründen verzichtet werden. 

27.08.2016