CDU zum Thema "Belastung von Sportvereinen"

„Erhebliche finanzielle Belastungen“ drohen den Krefelder Sportvereinen nach Auffassung des Vorsitzenden der Arbeitsgruppe "Sport und Freizeit" der Krefelder CDU-Ratsfraktion, Marc Blondin, durch eine Vorlage von Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD), nach der eine Erhöhung der Entgelte für die Nutzung der Sportstätten der Stadt Krefeld um 10 bis 20 Prozent vorgesehen sei. Auch wenn der Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften diese Vorlage am 20. September 2016 von der Tagesordnung abgesetzt habe, sei die Sache damit nicht vom Tisch, so der CDU-Politiker. Mit seiner Vorlage wolle der Oberbürgermeister offenbar die höheren Steuern, die die Stadt Krefeld nach Aberkennung der Gemeinnützigkeit der Sportstättenverwaltung rückwirkend und künftig an das Finanzamt zahlen muss, auf die Sportvereine umlegen. „Das lehnen wir ab“, stellt Marc Blondin fest. 

 

„Ungemach“ droht nach Einschätzung von Marc Blondin, der auch Vorsitzender des Sportausschusses der Stadt Krefeld ist, den Sportvereinen auch durch die Neuregelung des Paragrafen 2 b des Umsatzsteuergesetzes, das am 1. Januar 2016 in Kraft getreten sei. Beim § 2 b geht es darum, Leistungserbringungen gegen Entgelt darauf hin zu überprüfen, ob sie zukünftig der Umsatzsteuer unterliegen oder nicht. Das betrifft voraussichtlich einige Bereiche der Stadtverwaltung Krefeld, was im Einzelnen noch umfassend geklärt werden müsse. Dort müsse nun der Steuersatz von 19 Prozent anstatt 7 Prozent berechnet werden, da die Gemeinnützigkeit aberkannt wurde. Das sei für die Sportvereine nicht verkraftbar. Deshalb müsse diese Regelung geändert werden. Ansonsten stünden viele Sportvereine „vor dem Aus“, befürchtet Marc Blondin, der an die Finanzminister des Bundes und des Landes NRW appelliert "vereinsfreundliche Regelungen" herbeizuführen. 

13.10.2016