CDU-Sportforum mit OB-Kandidat Peter Vermeulen

Zum Thema "Sport in Krefeld - Situation und Perspektiven" stand beim Sportforum der Krefelder CDU im Vereinsheim des TSV Bockum 1901 e.V. Peter Vermeulen, Kandidat der CDU für das Amt des Oberbürgermeisters, gemeinsam mit dem CDU-Kreisvorsitzenden Marc Blondin Rede und Antwort. Nach einleitenden Reden hatten die Vertreter/innen der Vereine und Verbände und des Sports in Krefeld, an deren Spitze der Vorsitzende des Stadtsportbundes (SSB) Krefeld, Dieter Hofmann, Gelegenheit, Fragen und Probleme des Sports mit der CDU und ihrem Vorsitzenden Marc Blondin zu diskutieren. Vorher hatte der stellvertretende Vorsitzende des gastgebenden TSV Bockum 1901, Michael Zecha, die Gäste aus Sport und Politik im neuen TSV-Vereinsheim willkommen geheißen.

 

In seiner Begrüßung hob CDU-Parteichef Marc Blondin hervor, dass Krefeld stolz sein könne auf rund 70.000 Sportlerinnen und Sportler, die in Krefeld in rund 220 Vereinen organisiert seien. Der Sport fördere nicht nur die Lebensfreude und die gesunde Lebensführung von Jung und Alt. Er habe auch eine wichtige Schlüsselfunktion für die Bildung und Erziehung unserer Kinder zu Mannschaftsgeist, Fairness, Rücksichtnahme, Leistungsbereitschaft und Ausdauer. Damit gehöre der Sport als Musterbeispiel für ehrenamtliches Engagement zu dem, was unsere Gesellschaft zusammenhalte und lebenswert mache. Dafür gebühre dem Stadtsportbund Krefeld (SSB) sowie den ihm angeschlossenen Vereinen und Verbänden des Sport "großer Dank und hohe Anerkennung". 

 

SSB-Vorsitzender Dieter Hofmann unterstrich in seinem Grußwort, dass sein Verband neue Handlungskonzepte für den Sport in Krefeld entwickelt habe und weiter entwickeln wolle, um sich damit den Herausforderungen, die sich aus dem demografischen Wandel und dem veränderten Freizeitverhalten der Menschen zu stellen und diese zukunftsorientiert zu bearbeiten. Damit verbunden sei eine "wirkungsvolle Darstellung", mit der der Sport in Krefeld "Beachtung und Geltung sowie die Berücksichtigung seiner berechtigten Interessen" sichern und erreichen wolle. Dazu diene auch der "Krefelder Sportdialog", der sich in der Praxis "bestens bewährt" habe.

 

Für die CDU in Krefeld und auch für ihn persönlich "ist der Sport in unserer Stadt seit jeher ein Herzensanliegen" bekannte Peter Vermeulen. Das könne man bereits daran erkennen, "dass Sport bei uns schon immer Chefsache war: Annemarie Schraps und Winfried Schittges, Wilfrid Fabel und Philibert Reuters und Marc Blondin". Immer seien es die Politiker aus der ersten Reihe der Krefelder CDU gewesen, "die sich das Thema Sport auf die Fahnen geschrieben haben" erklärte der Redner, der sich selbst als "sportlicher Oberbürgermeisterkandidat" vorstellte, und ankündigte: "So wollen wir das denn auch fortsetzen. Und ich verspreche Ihnen, dass das auch in Zukunft so sein wird."  

 

Dabei spielten die demografische Entwicklung und der fortschreitende Strukturwandel, der unsere Gesellschaft und somit auch den Sport spürbar verändern werde, eine wichtige Rolle. Die Sportvereine müssten sich folglich auf einen Rückgang der Mitgliedschaften von Kindern und Jugendlichen, einem Zuwachs älterer und weiblicher Mitglieder sowie auf die Notwendigkeit, verstärkt Personen mit Migrationshintergrund gewinnen zu müssen, einstellen. Dieser Trend werde zusätzlich durch die Tatsache verschärft, dass der klassische Sportverein mittlerweile mit einer Vielzahl von weiteren formellen und informellen Organisationsformen konkurrieren müsse. Die Vereine müssten sich daher professionalisieren und spezialisieren, um die dargestellten Entwicklungen bewältigen zu können, skizzierte Peter Vermeulen den Wandlungsprozess, den er unterstützend begleiten wolle. Als Oberbürgermeister wolle er die Sportvereine stärken. Die städtische Sportinfrastruktur, die für die allgemeinbildenden Schulen benötigt werde, solle, wenn die Schulen sie nicht benötigten, Vereinen zur Verfügung gestellt werden. Hier werde er in Zukunft als Oberbürgermeister prüfen, wie die Konditionen für den Sport in Krefeld förderlich ausgestaltet werden können, kündigte Peter Vermeulen an.

 

Einhergehend mit der beschriebenen Situation der Vereine, habe sich sich zunehmend das Konzept der Ganztagsschule etabliert, das ebenso eine erhebliche Herausforderung und einen notwendigen Handlungsbedarf für Sportvereine darstelle, erklärte Peter Vermeulen. Aus seiner Sicht seien die Verbände und  Verbände des Sports auf eine verlässliche Partnerschaft mit allen Institutionen der Schule angewiesen, damit der Sport im Alltag der Kinder und Jugendlichen nicht an Bedeutung verliere. Diese Kooperation mit den Schulen sei eine gemeinsame Herausforderung von Vereinen und Schulen. Wenngleich der Schulsportunterricht nach wie vor zentrale Aufgabe der Schule sei, könnten beispielsweise Vereine das Sportprogramm am Nachmittag leiten und somit auch den Vereinsnachwuchs sichern. Insoweit sei die gewünschte Kooperation zwischen Schulen und Vereinen noch ausbaufähig, meinte der CDU-Politiker.

 

In der anschließenden Diskussion mit den Vertreter/innen der Vereine und Verbände des Sport in Krefeld ging es um die Entgelte für die Nutzung von städtischen Sportanlagen, die nach Auffassung der Krefelder CDU mittelfristig ebenso unverändert bleiben sollen, wie die Sportförderung – einschließlich Übungsleiterpauschale - durch die Stadt Krefeld, für die Kürzungen aus CDU-Sicht nicht in Betracht kämen, wie Peter Vermeulen und Marc Blondin, der auch Vorsitzender des Sportausschusses der Stadt Krefeld ist, übereinstimmend feststellten. Dass für das Wassersportzentrum Elfrather See ein "Pflegeplan" erstellt und umgesetzt werden müssen, sicherten die beiden CDU-Spitzenpolitiker ebenfalls zu. Dabei sei eine Zurückführung des Grünbereichs zugunsten des Sportbereichs unvermeidlich. Diskussionsthema war auch die zunehmende Belastung der Vereine mit gestiegenen Energiekosten, „um die wir uns kümmern werden“, sagten Blondin und Vermeulen unisono mit dem anwesenden Sportdezernenten Thomas Visser den Sportvereinen zu. Auch dem Thema „Gebäudemanagement“ wollen sich Politik und Verwaltung widmen und klären, ob für die Verwaltung und Unterhaltung der Sportanlagen eher eine zentrale oder eher eine dezentrale Organisationsform die beste Lösung sei.    


Im Bild: Peter Vermeulen (stehend) bei seiner Rede vor dem Sportforum der CDU Krefeld im Vereinsheim des TSV Bockum, die CDU-Chef Marc Blondin (am Podium 2.v.r.), TSV-Vizevorsitzender Michael Zecha (am Podium 1.v.r.) sowie SSB-Vorsitzender Dieter Hofmann (am Podium 2.v.l.) und Sportdezernent Thomas Visser (am Podium 1.v.l.) aufmerksam und interessiert verfolgen. 

05.06.2015