CDU Krefeld-Mitte zum Thema "Problemimmobilien"


"Dass Polizei und Stadt Problemhäuser in Krefeld verstärkt kontrolliert und erforderlichenfalls räumt, wird ausdrücklich begrüßt und unterstützt", erklärt die Vorsitzende der CDU Krefeld-Mitte, Carla Stomps, zu den jüngsten Aktionen von Stadt und Polizei. Dass allein reiche jedoch nicht aus, so die CDU-Politikerin weiter. Die geräumten Problemhäuser und andere bereits leerstehende Schrottimmobilien, die eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellten und das Stadtbildung verunstalteten, müssten "aus dem Verkehr gezogen" und entweder abgerissen oder saniert werden, verlangt die CDU-Vorsitzende für den Stadtbezirk Krefeld-Mitte, der neben dem Südbezirk die meisten "Schrottimmobilien" aufweise.


Insoweit sei es zwar erfreulich, dass der Rat der Stadt Krefeld am 05.12.2017 die Stadtverwaltung beauftragt habe, für das Modellprojekt „Problemimmobilien“ Krefeld einen Antrag auf Gewährung von Städtebaufördergeldern in Höhe von sechs Millionen Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren beginnend in 2018 zu stellen. Seit dem habe sich aber - soweit erkennbar - nicht viel getan. Ob der Förderantrag bereits gestellt und in welcher Höhe eine Bewilligung der beantragten Städtebaufördergelder für 2018 und die Folgejahre erfolgt sei oder wann damit gerechnet werden könne, sei bisher nicht bekannt. Fraglich sei auch, ob man zwischenzeitlich ein "Sanierungsträger" gefunden habe, der bereit und in der Lage sei, die Stadt Krefeld beim Ankauf, Abriss oder der Sanierung von "Schrottimmobilien" zu unterstützen.


"Die Mühlen der Stadtverwaltung Krefeld scheinen auch hier sehr langsam zu mahlen", findet die Vorsitzende der CDU Krefeld-Mitte und mahnt zur Eile. Dafür müssten auch neue Wege eingeschlagen werden, schlägt die CDU-Politikerin vor, die in diesem Zusammenhang auf das Beispiel der Stadt Amsterdam verweist, in der eine sog. "Stadtreparaturgesellschaft" (Stadsherstel Amsterdam) gegründet worden sei, die es sich als privatwirtschaftlich tätige Aktiengesellschaft zur

Aufgabe gemacht habe, sogenannte „Problemimmobilien“ aufzukaufen, unter Beachtung des

Denkmalschutzes zu sanieren und zu modernisieren, um diese anschließend für Gewerbe-

und Wohnzwecke wieder nutzbar zu machen. 

Die CDU-Politikerin kann sich vorstellen, dass nach dem Vorbild von „Stadsherstel Amsterdam“ auch in Krefeldeine „Stadtreparaturgesellschaft“ mit öffentlicher und privater Beteiligung entsteht, die sich den zahlreichen Krefelder „Problemimmobilien“ in ebenso wirksamer wie unkonventioneller Art und Weise wie „Stadsherstel“ in Amsterdam widmen könnte, so Carla Stomps: „Eine gute Idee, die wir in Krefeld möglicherweise umsetzen sollten.“ Dabei könne man sich auch die Erfahrungen der Montag-Stiftung, die in Krefeld die „Alte Samtweberei“ übernommen und saniert habe, zu nutze machen, die sich mit Leidenschaft und Augenmaß für die Entwicklung einer humanen Gesellschaft einsetze, indem sie in sozialer Verantwortung handele und gestalte."

11.06.2018