CDU-Fraktion zur Diskussion um das Stadthaus: Schnelle Entscheidung sonst brauchen wir Plan B

Zur aktuellen Debatte um die Sanierung des Stadthauses erklärt der stellvertretenden Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Jürgen Wettingfeld:

"Auf der gestrigen Arbeitsgruppensitzung Politik zum Thema Stadthaus hat die Verwaltung uns die aktuelle Situation zum Thema Stadthaus mitgeteilt. Demnach haben sich die Kosten deutlich erhöht. Aufgrund der Zeitverzögerung unter anderem wegen dem Denkmalschutz, aber auch auf Grund von Baukostensteigerungen ist mit einer Kostensteigerung um ca. 12 Mio. Euro auf 83,5 Euro zu rechnen. Das sind die reinen Investitionskosten, diese Summe wird sich durch die Finanzierungs- und Kreditkosten noch erhöhen. Die CDU-Fraktion behält sich vor, die Sache Stadthaus neu zu bewerten und erwartet von der Verwaltung wie auch der oberen Denkmalbehörde, dass alle Entscheidungen schnellstens durchgeführt werden. Ansonsten müssen wir über einen Plan B sprechen. Die Sanierung des Stadthauses muss zur Chefsache erklärt werden. Die CDU-Fraktion findet es unerklärlich, wie von der oberen Denkmalbehörde durch eine exzessive Auslegung des Denkmalschutzgedankens die Sanierung des Gebäudes gefährdet wird. Als Denkmalpfleger hätte sich Egon Eiermann, Architekt des Stadthauses, nicht empfunden. Die Zeitschrift Monumente - "die" Zeitschrift der Denkmalpfleger - schreibt in ihrer Ausgabe von April 2018 zum Architekturgedanken von Eiermann: "Das Bewahren von Altem war seine Sache nicht. Architektur für die Ewigkeit empfand er als Anmaßung. Und den möglichen Abbruch dachte er bei der Konstruktion seiner Bauten gleich mit."

Anmerkungen zum Text: Die Zeitschrift Monumente ist das führende Magazin auf dem Gebiet des Denkmalschutzes. Das Eiermann-Zitat ist abrufbar unter: https://www.monumente-online.de/de/ausgaben/2018/2/eiermann-und-kfg-kirche.php#.WvHTWKSFO9I

09.05.2018