CDU besuchte Musikschule

Schönste Musikschule Deutschlands“ unterbietet veranschlagte Baukosten

 

Im Rahmen der Besichtigungsreihe „Unterwegs in Bockum", organisiert von der stellvertretenden Bezirksvorsteherin im Ostbezirk, Angelika Brünsing (CDU), stand nun der Besuch der städtischen Musikschule auf dem Terminkalender. Eine große Gruppe interessierter Bürger nahm die Gelegenheit wahr, um mit dem Leiter der Einrichtung, Ralph Schürmanns, an der Führung durch die Räumlichkeiten teilzunehmen. Anwesend waren auch der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagskandidat Marc Blondin sowie Ratsherr Michael Zecha.

 

Dass bei einem öffentlichen Bauprojekt die veranschlagten Kosten eingehalten werden, ist ungewöhnlich, aber offenbar möglich: Entsprechend erfreut nahmen die Teilnehmer die Nachricht auf, dass die Musikschule trotz des noch anstehenden Fassadenanstrichs mit den etatisierten 3,2 Mio. Euro Gesamtkosten auskommen wird. Dies sei umso bemerkenswerter, als der entsprechende Ratsbeschluss bereits aus dem Jahr 2006 stamme und erst in den Jahren 2011 bis 2014 umgesetzt worden sei, betonte Schürmanns. Er lobte in diesem Zusammenhang das Engagement des damaligen Oberbürgermeisters Gregor Kathstede und die „fraktionsübergreifende Unterstützung“ seiner Einrichtung im Rat, die beweise, „was für ein Standing die Musikschule in Krefeld besitzt“. Grund hierfür sei auch „die breite Verankerung in der Bürgerschaft“, so Schürmanns. Der Schule sei es gelungen, von ihrem ehemals „elitären Ruf“ wegzukommen und sich an breite gesellschaftliche Kreise zu richten. Derzeit besuchten 1.300 Kinder und Jugendliche Angebote in der Musikschule selbst, während weitere 1.200 an Projekten in Schulen und Kindergärten teilnähmen. So komme seine Einrichtung inzwischen „auf sechzig Standorte in ganz Krefeld“. 480 Musikschüler hätten einen Antrag auf Sozialermäßigung gestellt, was unterstreiche, „dass vermeintlich bildungsferne Schichten gar nicht so bildungsfern sind, wenn man ihnen denn Brücken baut“.

 

Einen großartigen Werbeeffekt erbrächten in diesem Zusammenhang die halbjährlich stattfindenden Tage der Offenen Tür, bei denen auch Probestunden angeboten würden. Als „Herzstück des Musikschulneubaus“ bezeichnete Schürmanns während des Rundgangs die Räume für den Früherziehungsunterricht. Zuvor seien die jüngsten Schüler in Pavillons „fernab des Geschehens“ unterrichtet worden; heute dagegen seien die Teilnehmer ab dem Alter von achtzehn Monaten „mitten im Geschehen dabei“ und wüchsen „so ganz anders in die Musikschule hinein“. Als weiteres Highlight präsentierte Ralph Schürmanns den Helmut-Mönkemeyer-Saal, der der Musiktheaterabteilung als regelmäßige Aufführungsstätte diene. Aktuell laufe dort das Musical „Das Geheimnis von La Fenice“, dessen sämtliche Vorstellungen „komplett ausgebucht“ seien. Auf diese Weise würden über zweitausend Menschen erreicht, so Schürmanns. Besonders hob er das Engagement des Fördervereins der Musikschule hervor – dieser habe für die Ausstattung des Saales insgesamt 60.000 Euro bereitgestellt. Vorbildlich sei zudem die Zusammenarbeit mit der Firma Kawai, die den Raum für ihre monatlichen Konzerte nutze und im Gegenzug der Musikschule einen hochwertigen Flügel bereitstelle.

23.11.2016