Blondin: „Unterschiedliche Sichtweisen von JU und CDU sind legitim“


Krefelds CDU-Vorsitzender Marc Blondin hat „unterschiedliche Sichtweisen“ von Junger Union und Kreispartei beim Thema Zuschnitt der Stadtbezirke als „legitim“ bezeichnet. „Zugleich möchte ich für meine Person festhalten, dass ich einer Reduzierung der Zahl der Bezirke außerordentlich kritisch gegenüberstehe“. Es gebe auch „keine Beschlusslage unserer Partei, die hier eine anderslautende Position
vertritt“.

 

Blondin betonte, „dass die Junge Union in dieser Frage schon seit rund zwei Jahrzehnten eine andere Auffassung hat“. Dies sei „insofern also auch keine Neuigkeit, sondern einfach eine seit langer Zeit bestehende Meinungsverschiedenheit in der Sache“.

 

Zwar sei es „richtig, dass eine Reduzierung der Zahl der Stadtbezirke mit finanziellen Einsparungen bei den Bezirksvertretungen verbunden ist“, sagte der CDU-Kreisvorsitzende. Allerdings müsse man „ebenso berücksichtigen, dass sich die Bürger mit ihren angestammten Bezirken identifizieren und die Bezirksvertretungen wertvolle kommunalpolitische Arbeit leisten“. Zudem könnten die Vertretungen „gerade in Zeiten, in denen sich viele Menschen von der Politik entfremdet haben, als Schmiede für guten kommunalpolitischen Nachwuchs dienen“, so Blondin. „Viele, die heute im Stadtrat sitzen, haben sich ihre ersten Sporen in der Bezirksvertretung verdient. Gerade das ist ein Aspekt, den auch die Junge Union berücksichtigen sollte“, gab der Parteichef zu bedenken.

 

Gleichwohl könne er „verstehen, dass sich die JU als Kraft der Veränderung positionieren“ wolle. Es stehe der Jugendorganisation der CDU daher auch „selbstverständlich frei, einen Antrag zum Thema Stadtbezirke in die parteiinternen Beratungen einzubringen“. Eine „offene Diskussion zu diesem Thema“ könne er nur
begrüßen, so Blondin.

13.09.2016