Blondin: „Uns geht es um alle Menschen in der Türkei, die frei leben wollen“

 

CDU-Kreisvorsitzender Marc Blondin hat kritisiert, „dass Teile der Krefelder Kommunalpolitik die derzeitige Situation in der Türkei dazu nutzen, ihr eigenes Süppchen zu kochen und den Versuch zu unternehmen, allein die eigene Klientel mit Unterstützung zu bedenken“. „Die SPD samt Oberbürgermeister Meyer“ lasse sich von ihrer Ratsfrau Halide Özkurt „am Nasenring durch die Manege führen“, indem sie sich „aus Rücksichtnahme auf die Tätigkeit von Frau Özkurt bei Erdogans verlängertem Arm DITIB nicht zu einer klaren Stellungnahme zu den Ereignissen in der Türkei durchringen“ könne. „Die Fraktion ‚Die Linke‘ beantragt dagegen eine Ratsresolution, die sich lediglich für Politiker der linksgerichteten HDP und ihnen nahestehender Journalisten stark machen“ wolle. Dabei seien nicht nur Kommunalpolitiker „aus der politischen Familie der Genossen“ von Repressionen betroffen, sondern auch „in großer Zahl ganz normale Bürger“, die lediglich ein „freies, selbstbestimmtes Leben führen“ wollten, so Blondin. Der Parteivorsitzende der CDU erinnerte daran, dass seit dem Putschversuch Mitte Juli mehr als 37.000 türkische Bürger „willkürlich verhaftet“ worden seien. Außerdem habe die Regierung Erdogan seither rund hunderttausend Beamte, Richter und Sicherheitskräfte „aus ihren Funktionen gedrängt“. „Ich halte es für richtig, dass wir uns als Stadtrat – auch mit Blick auf die große Zahl türkischstämmiger Menschen in Krefeld – für alle Frauen und Männer in der Türkei starkmachen, die ihre Meinung in Wort und Schrift frei äußern wollen“, so der Parteivorsitzende.

15.11.2016