Ansgar Heveling stellt Gesetzentwurf zur Suizidhilfe vor

Gesetzentwurf zur Suizidbeihilfe vorgestellt: Ansgar Heveling ist Mitinitiator

In Kürze wird der Deutsche Bundestag über eine Regelung der Suizidbeihilfe entscheiden. In dieser Frage sind die Abgeordneten von ihrer Fraktionsdisziplin entbunden und können ihre Entscheidung ganz persönlich abwägen. Der Bundestagsabgeordnete Ansgar Heveling ist gemeinsam mit zehn anderen Abgeordneten aus allen Fraktionen Initiator eines Gesetzentwurfs, der heute in Berlin vorgestellt wurde. 
  
Die fraktionsübergreifende Gruppe schlägt vor, die geschäftsmäßige Suizidbeihilfe unter Strafe zu stellen. Angehörige und nahestehende Personen nimmt der Entwurf von dieser Strafbarkeit aus. „In Deutschland nehmen Fälle zu, in denen Vereine die Beihilfe zur Selbsttötung anbieten. Wir befürchten dadurch eine gesellschaftliche Normalisierung des assistierten Suizids. Diese Entwicklungen beunruhigen uns. Wir wollen nicht, dass sich alte oder kranke Menschen unter Druck gesetzt fühlen. Deshalb wollen wir zum Schutz der Selbstbestimmung und des Grundrechtes auf Leben dem Geschäft mit dem Tod auch mit Mitteln des Strafrechts entgegenwirken. Das enge Näheverhältnis in Familien nehmen wir davon explizit aus“, sagte Ansgar Heveling heute in Berlin. 
  
Mit Unterstützung sachkundiger Expertinnen und Experten hat die Gruppe einen Gesetzentwurf erarbeitet, der das Thema Suizidbeihilfe regelt, ohne auf der einen oder der anderen Seite zu weit zu gehen: Der Gruppen­antrag beinhaltet weder ein Totalverbot noch lässt er eine Ausweitung des ärztlich assistierten Suizids zu. „Wir glauben, damit den Erfordernissen einer ausgewogenen Regelung gerecht zu werden“, so Ansgar Heveling. 
 

10.06.2015